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Theresienheim

08.07.2017

Altenpflege in Azurblau

Die „Neuen“ im Theresienheim (von links): Schwester-Oberin Lilian Marie und die Schwestern Maureen Pat, Somkelechi und Gina Therese von den „Schwestern des unbefleckten Herzens Mariens“.
Bild: Manuela Krämer

Ein neuer Orden packt bei der Betreuung der Meringer Senioren mit an

Seit März 2016 widmet sich neben den Theresienschwestern eine weitere kleine katholische Gemeinschaft der Altenpflege im Seniorenzentrum St. Theresia, die „Schwestern des unbefleckten Herzens Mariens“. Mit ihren azurblauen Gewändern und der besonderen Haube sind sie sicher schon dem ein oder anderen in Mering aufgefallen. Im Rahmen einer heiligen Messe mit Feier wurde nun offiziell die neue Ordensgemeinschaft in Mering eröffnet.

Die Eröffnung fiel mit dem 80-jährigen Bestehen ihres Ordens zusammen, der 1937 in Nigeria gegründet wurde. „Man erkennt uns nicht nur am Blau, der Farbe Mariens, sondern auch an unserer Haube, die ein M wie Maria formt“, sagt Schwester Lilian Marie Nwokorie, die aus Nigeria stammt.

Aus dem „Land der Vielfältigkeiten“ kommen auch Schwester Somkelechi Anike und Schwester Gina Therese Izuka ursprünglich. Nur Schwester Maureen Pat Kyalo ist aus Kenia, hat jedoch zuvor in Rom gelebt.

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Und vielfältig sei auch ihre Ausbildung, berichtet Schwester Madonna aus der Nachbargemeinschaft München-Lehel. Gemeinsam mit anderen Marienschwestern, Patres und ehemaligen Schülern ist sie heute extra nach Mering gekommen.

In ihrem Festvortrag betont Schwester Madonna, dass dies einen guten Grund habe: „Unser Orden wurde gegründet, um Frauen in Afrika eine Ausbildung zu gewährleisten, um sie besser in die Gesellschaft zu integrieren.“ In einem Kontinent, in dem Frauen oftmals ohne Bildung aufwachsen, früh gegen einen „Brautpreis“ verheiratet werden und dem Ehemann rechtlos ausgeliefert sind, sei Bildung als Hilfe zur Selbsthilfe dringend nötig, erklärt sie. Nach Mering wurden ihre vier Mitschwestern gerufen, um die Theresienschwestern bei der Altenpflege tatkräftig zu unterstützen. „Humilitas et Caritas“ (Barmherzigkeit und Mitleid) steht auf ihrem Ordensemblem, darüber „ad Jesum per Mariam“ (zu Jesus durch die Mutter Gottes). Während der heiligen Messe, der Pater Mesmer aus Kochel vorsteht, wird gesungen, auf afrikanischen Instrumenten musiziert, getanzt und der Muttergottes Gaben geschenkt.

Ihre Statue in der Kapelle der Theresienschwestern ist an diesem Ehrentag in ein glitzernd-blaues Gewand gehüllt. Nach dem Gottesdienst ziehen Theresien- und Marienschwestern, Nachbarn und Gäste aus nah und fern fröhlich zur feierlichen Segnung des Hauses in der Leonhardstraße 74, wo die Marien-schwestern leben.

Dass die heilige Messe mit den Marienschwestern, die Haussegnung und der anschließende Vortrag mit Mittagessen im Speisesaal etwas anders ablaufen als hierzulande gewohnt, mag den einoder anderen verwundert haben. Die Aufforderung, mitzutanzen und während des Diavortrages ruhig schon die Vorspeise zu essen, „weil doch alle Hunger haben“, entlockte selbst ernsten Gemütern ein Lächeln. (mkräp)

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