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Integration

03.06.2015

Asylbewerber in Unterbergen

Der erste Tag in fremder Umgebung: Die sechs Asylbewerber aus Somalia wurden in Unterbergen von Bürgermeister Josef Wecker (Mitte) und zahlreichen Freiwilligen vom Helferkreis freundlich empfangen.
Bild: Sebastian Richly

Viele Helfer empfangen in Unterbergen sechs junge Männer aus Somalia. Warum in den nächsten Wochen viel getan werden muss.

von Sebastian Richly

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Unterbergen Die Zahl der Asylbewerber im Landkreis Aichach-Friedberg steigt ständig, das Landratsamt sucht nach geeigneten Unterkünften. Ein alter Bauernhof in Unterbergen ist seit gestern die neue Heimat von sechs jungen Männern aus Somalia. Gleich eine ganze Schar von Helfern empfing die Flüchtlinge. In den nächsten Wochen muss jetzt viel getan werden.

Ein kleiner Rucksack und ein Essenspaket, viel mehr besitzen die Asylbewerber nicht, als sie am frühen Nachmittag im 330-Seelen-Dorf Unterbergen ankommen. Der ehemalige Bauernhof der Familie Resele ist nun ihr neues Zuhause. Erschöpft sind die Männer aus Somalia, verständigen können sie sich kaum. Ein paar Brocken Englisch, Deutsch sprechen sie gar nicht. Zum Glück hat Frau Simone Losinger, Leiterin der Ausländerbehörde des Landratsamtes, Abdul mitgebracht. Er ist Asylbewerber in Friedberg und kommt ebenfalls aus Somalia. Er übersetzt für die Helfer. Losinger ist aber vor allem über die Hilfsbereitschaft erstaunt: „So viele wollen helfen, und das von alt bis jung.“

Asylbewerber in Unterbergen

Helferkreis und Bürgermeister unterstützen die Neuankömmlingen

Etwa 20 Personen vom Helferkreis in Schmiechen sind gekommen, um den Flüchtlingen den Start zu erleichtern: „Wir helfen gerne. Sie sollen nach dem aufregenden Tag erst mal zur Ruhe kommen. Wir wollen ihnen in der Anfangszeit unter die Arme greifen“, sagt Renate Loehnert, Koordinatorin des Helferkreises. Bürgermeister Josef Wecker, der ein Essenspaket als Einzugsgeschenk mitbrachte, freut sich über die Unterstützung: „Das ist toll. Jetzt liegt es an den Asylbewerbern. Integration geht nur über die Sprache.“ Deshalb sollen die jungen Männer ab der nächsten Woche Deutschkurse bekommen. Auch werden sie die Möglichkeit haben, ein Fahrrad günstig zu kaufen: „Hier gibt es keinen Supermarkt. Mobilität ist deshalb ganz wichtig“, betont Renate Loehnert. Sie sollen auch lernen, ein Fahrrad zu reparieren.

In den nächsten Tagen und Wochen sollen sich die sechs jungen Männer integrieren, der Helferkreis ist vor Ort und unterstützt die Asylbewerber.

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