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Affing

29.07.2010

Aulzhausener wollen Lärmmessung

Die Aulzhausener leiden unter dem Verkehrslärm. Archivfoto: Martin Golling

Das Thema Lärmmessung ist ein Dauerbrenner in den Orten an der Staatsstraße 2035 in Affing. Vor allem Aulzhausen ist vom Durchgangsverkehr schwer geplagt. Wie es weiter gehen soll?

Das Thema ist ein Dauerbrenner in den Orten an der Staatsstraße 2035. Vor allem Aulzhausen ist vom Durchgangsverkehr schwer geplagt, denn dort ist der Straßenbelag derart marode, dass das Geschepper und Gepolter großer Laster Tag und Nacht zu hören ist. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass aus diesem Ortsteil der Antrag auf Lärmmessung kommt.

"Uns platzt nicht nur der Kragen, sondern auch das Trommelfell", klagte der Antragsteller Rolf Fissel. "Wer soll die Geschichte bezahlen?", konterte Josef Schmid, der an diesem Abend mehrere Frontalangriffe gegen Fissel fuhr. Der zweite Bürgermeister Affings hatte nämlich zwei Sitzungen vorher die Gegner der Nordumfahrung pauschal der schweren Körperverletzung bezichtigt. "Und was soll das Ergebnis dieser Messung sein?", wollte Erich Menhart wissen. Stefan Matzka sprang Fissel zur Seite: "Es ist sinnvoll, die Belastung der Bürger festzuhalten." Auch Willi Kosub fand: "Es ist sehr wichtig, welche Lärmpegel unsere Bürger plagen."

Wolfgang Hörmann sarkastisch: "Ich glaube, der Sachbearbeiter, der beim Staatlichen Bauamt die Umgehungsstraße beackert, ist verzogen. Da soll mal wieder einer kommen und sagen, was Sache ist. Wir brauchen Druck beim Straßenbauamt", war sich der Mühlhausener sicher. Ohne Gegenstimme einigte sich der Gemeinderat darauf, zumindest einen Kostenvoranschlag für die Lärmmessung einzuholen.

Umgehung "Ein neuer Ortskern nur mit Umgehung", steht auf dem Riesenplakat am Gerüst des 1B. Dafür hatte Bürgermeister Rudi Fuchs die Genehmigung erteilt, bis sein Gemeinderat diese bestätigt. "Ich finde es nicht angebracht, Ortskern und Umgehungsstraße zu koppeln", fand Georg Engelhard. "Ich warne davor, einzelnen Bürgern öffentliche Gebäude als Werbefläche zu überlassen", stieß auch Erich Menhart diese Sache auf. Stefan Matzka wunderte sich über die Angriffe aus Anwalting und Gebenhofen: "Durch dieses Plakat wird keine Umgehungsvariante bevorzugt." Hubert Brucklachner konterte gegen Menhart. Da stünden nicht nur einige Bürger dahinter, sondern viele. Georg Engelhard sprach von Demokratie nach Gutsherrenart. Doch die Plane darf bleiben: Nur eine Gegenstimme meldete sich. (mgw)

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