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Aichach-Friedberg

08.08.2020

Ausflugstipps in Aichach-Friedberg: Dekan empfiehlt besondere Wanderung

Dekan Stefan Gast, hier an der Rossmoos-Kapelle, empfiehlt für einen Ausflug im Wittelsbacher Land den besinnlichen Wanderweg rund um Inchenhofen.
Bild: Edigna Menhard

Plus Prominente geben Ausflugstipps: Dekan Stefan Gast empfiehlt den Wanderweg rund um St. Leonhard in Inchenhofen. Zu den Wegtafeln dort hat er eine besondere Beziehung.

In unserer Reihe „Ausflugstipps von Prominenten“ empfiehlt Dekan und Pfarrer Stefan Gast einen Ausflugstipp für die Seele: eine spirituelle Wanderung, die an der Inchenhofener Wallfahrtskirche St. Leonhard startet und durch das größte zusammenhängende Niedermoor im Wittelsbacher Land führt.

Der Wanderweg kann ein Bild für den eigenen Lebensweg sein – diesen Gedanken gibt Dekan Stefan Gast Naturfreunden für sein Ausflugsziel, den Wanderweg rund um St. Leonhard, mit: „Denn wir sind immer unterwegs – von der Geburt bis zum Ende“, erklärt er.

Eine Wanderung für die Seele: Dekan Stefan Gast empfiehlt eine spirituelle Runde. Startpunkt ist St. Leonhard in Inchenhofen.
Video: Edigna Menhard

Es biete sich an, auf der Strecke einen Blick auf das eigene Dasein zu werfen: Bin ich gerade auf dem richtigen Weg oder bin ich auf dem Holzweg? Sollte ich einen anderen Weg einschlagen? Ist mein Weg ein Weg mit Gott und Jesus – oder führt er mich weg? Soll ich rasten? Soll ich schneller oder langsamer gehen?

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Zu Fuß benötigt man für die 7,2 km lange Strecke eineinhalb bis zwei Stunden, fixer geht es mit dem Fahrrad. Der Startpunkt befindet sich am Eingang der Inchenhofener Kirche St. Leonhard, die schon im 14. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte in Europa zählte. Weiter führt die Tour durch Wiesenlandschaften bis zum Rossmoos. Das Ausflugsziel hat für den Dekan eine besondere Bedeutung.

Inchenhofen: Wegtafeln leiten die Wanderer

Denn er war nicht nur bei der Planung der Route involviert, sondern hat auch die Texte für die fünf Wegtafeln ausgesucht und geschrieben. Dabei wollte er sowohl informieren als auch zum Nachdenken anregen. Deshalb finden die Wanderer jeweils auf der linken Seite der Schilder Hintergründe über die Geschichte der Wallfahrt, der St.-Leonhard-Kirche und Inchenhofen, während auf der rechte Seite spirituelle Texte Raum für Besinnlichkeit lassen.

„Selbstverständlich kann man den Weg aber auch so gehen, dass man ihn einfach nur geht“, fügt der Inchenhofener Pfarrer dazu. Die familientaugliche und fast immer ebene Strecke sei wunderschön, nicht überlaufen, weitgehend abseits des Straßenverkehrs, und man könne fast von jeder Stelle aus den markanten Kirchturm der Gemeinde sehen. Kunst- und Geschichtsinteressierte wird vor allem das Gotteshaus mit dem prächtigen Hochaltar und dem Deckenfresko von Ignaz Baldauf gefallen.

Dekan Stefan Gast empfiehlt einen Ausflug rund um Inchenhofen.
Bild: Menhard

Eine Besonderheit wartet aber auch an der zweiten Infotafel: die Rossmoos-Kapelle, die 1992 über Nacht aus Protest gegen die damals geplante Mülldeponie gebaut wurde. Stefan Gast empfiehlt den Wanderern, die Natur bewusst wahrzunehmen und zu sehen, was uns in der Schöpfung Gottes alles geschenkt sei. So präsentieren die Feuchtwiesen Blumenkundigen etwa Schönheiten wie die Kuckuckslichtnelke, das Wiesen-Schaumkraut oder den Schlangen-Knöterich.

Der Inchenhofener Pfarrer läuft und radelt die Strecke immer wieder gerne ab, alleine oder mit einer Gruppe der Pfarrei. Dann verweilt er gerne an seinem Lieblingsplatz: dem Marterl an Informationstafel Nummer drei. Das ist bemalt mit Bildnissen von Maria, dem hl. Franziskus und dem hl. Leonhard. Das schattige Plätzchen ist umgeben vom Wald und gibt einen wunderbaren Blick auf Inchenhofen und die Kirche frei.

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