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Friedberg

06.07.2010

Ausstellung: Die Natur wird zur Kunst

Sieht der Besucher von der Seite in die Bildkästen, eröffnen sich vielfältige Perspektiven. Fotos: Manuela Rieger
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Sieht der Besucher von der Seite in die Bildkästen, eröffnen sich vielfältige Perspektiven. Fotos: Manuela Rieger

Ausstellungen im Kunstwerk sorgen immer wieder für Überraschungen. Angela M. Flaigs Arbeiten sind ungewöhnlich, nimmt sie doch ihre Arbeitsmaterialien aus der Natur, vornehmlich Samen verschiedener Pflanzen, die sie fast minimalistisch präsentiert oder in großer Fülle zu Skulpturen verarbeitet. Von Manuela Rieger

Friedberg Ausstellungen im Kunstwerk sorgen immer wieder für Überraschungen. Angela M. Flaigs Arbeiten sind ungewöhnlich, nimmt sie doch ihre Arbeitsmaterialien aus der Natur, vornehmlich Samen verschiedener Pflanzen, die sie fast minimalistisch präsentiert oder in großer Fülle zu Skulpturen verarbeitet.

Pflanzennamen wie Waldrebe, Wiesenbocksbart, Oleander, Seidenpflanze und Huflattich sollte jeder einmal genau unter die Lupe nehmen. Oder sich die Arbeiten von Angela Maria Flaig ansehen. Seit den 1990er-Jahren schafft die Künstlerin aus Flugsamen Werke und bannt diese zarten Gebilde in geometrische Formen. Es sind Häuser, Säulen, aber auch Schalen, die sie allein aus den Samen formt. Die jeweilige Form dieser Samenstände entscheidet, wie das Werk schlussendlich aussieht.

Die in Rottweil lebende Künstlerin Angela Maria Flaig unterwirft den Zyklus der Natur, indem sie die Natur zur Kunst erhebt. Und dennoch liegt in ihren Arbeiten ein Versprechen auf Leben, etwa, wenn sie ein Haus aus Distelsamen auf einen Sockel stellt.

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In Reih und Glied wirken die Samen einander gleich, doch bei genauer Betrachtung erkennt der Rezipient die Unterschiedlichkeit und Einmaligkeit. In Rahmen werden diese Samen seriell geordnet, strukturell gereiht, montiert auf weißes Pergamentpapier. So unterlegt die Künstlerin der chaotisch erscheinenden Natur ein Ordnungsprinzip.

Gesetzmäßigkeiten eines ökologisch intakten Gefüges

Angela M. Flaig reflektiert in ihrer Arbeit die Themen Natur. Ihr Interesse gilt den Prozessen, die sich in der Natur abspielen, den Gesetzmäßigkeiten eines ökologisch intakten Gefüges. Wenn sie Samen von Weideröschen, von Löwenzahn oder Kiefern sammelt, um sie seriell anzuordnen oder äußerst filigrane skulpturale Gebilde daraus zu formen, greift sie zwar in die Natur ein - doch sie zerstört nicht. Vielmehr werden dem Betrachter die Schönheit und die Geheimnisse der Naturkreisläufe bewusst.

Öffnungszeiten Die Ausstellung "Flugsamen" im Kunstwerk ist noch bis 25. Juli sehen. Geöffnet ist Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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