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Musik

03.05.2019

Bach, Mozart und Haydn

Das Stephanusquartett aus Augsburg und Solisten treten in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh auf.
Bild: Roland Plomer

Das Stephanusquartett gastiert in Herrgottsruh. Es hat Zuwachs bekommen

Ein Kirchenkonzert mit Melodien von Bach, Mozart und Haydn findet in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh am Sonntag, 5. Mai, um 17 Uhr statt. Zum dritten Mal in Folge werden die Musiker des Stephanusquartettes Augsburg zusammen mit Sängern, Klarinette und Orgel hier zu hören sein.

Nach Haydns „Die sieben letzten Worte des Erlösers am Kreuze“ im Jahr 2017 folgte ein Jahr später eine Bearbeitung von Mozarts berühmtem Requiem. In diesem Jahr nun wird das Ensemble um den Wulfertshauser Klarinettisten Thomas Deisenhofer erweitert. Somit wird aus dem Stephanusquartett das Stephanusquintett. Um die klangliche Bandbreite zu erweitern, kommen von Vocalissimo noch die Sängerin Susanne Kapfer sowie der Countertenor Anselm Wohlfahrt hinzu. Zusammen mit Roland Plomer an der Orgel wollen sie eine große Klangvielfalt in der Kirche erzeugen.

Das Programm wird in drei Teile gegliedert. Der instrumentale Bereich beinhaltet das Vogelquartett in C-Dur op. 33 von Haydn sowie das Klarinettenquintett von Mozart. Vor, zwischen und nach den Instrumentalstücken werden die Sänger in Erscheinung treten. Da das Konzert im Mai stattfindet, dem Marienmonat, in dem die Muttergottes besonders verehrt wird, kommen die Musiker nicht umhin, verschiedene Vertonungen des „Ave Maria“ in das Programm aufzunehmen. Bach-Gounod, Schubert und Mascagni werden daher zu hören sein. Aber auch des Kirchenmusikers Bach wird gedacht mit dem Duett „Wir eilen mit schwachen doch emsigen Schritten“ aus der Kantate 78. Weiterhin gibt es von dem französischen Komponisten Delibes die Teile Gloria und Sanctus aus seiner Messe in C-Dur für Orgel und zwei konzertierende Sänger zu hören.

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Susanne Kapfer aus Friedberg studiert an der Musikhochschule in München Sologesang und ist häufig als Solistin sowohl im kirchlichen als auch im konzertanten Bereich zu hören. Anselm Wohlfahrt, Augsburg, ist Countertenor. Hierunter versteht man eine Männerstimme, die in der Stimmlage einer Frau singt. In früheren Zeiten war dies nötig, waren doch Frauen in der Kirchenmusik nur bedingt zugelassen und so blieb Komponisten wie Bach nur die Möglichkeit, eine Knabenstimme einzusetzen oder, wenn es um größere Werke wie Opern ging, den Countertenor. Heutzutage geht man häufig auf das „Originale“ zurück und besetzt historische Partien mit solchen Stimmen. Eine Rarität, gewöhnungsbedürftig, jedoch sehr schön. Thomas Deisenhofer, Klarinette, wirkt als Instrumentallehrer an der Sing- und Musikschule in Augsburg, als Dozent an der Universität und ist als Aushilfe häufig im Rundfunkorchester München zu hören. Seine Verbindung zur Friedberger Kirchenmusik besteht schon seit Langem. Hinter dem Stephanusquartett verbergen sich Berufsmusiker und Musikfreunde des Gymnasiums St. Stephan: der ehemalige Abt Emmeram Kränkl an der Viola, die beiden Instrumentallehrer Herbert Hübner und Stefan Kellermann an den Violinen sowie der Ex-Stephaner und heutige Friedberger Zahnarzt Tobias Lutz.

Karten gibt es bei den Buchhandlungen Gerblinger und Lesenswert sowie über postalische Versendung durch Roland Plomer (0821/607761). Kinder im Grundschulalter sind frei. (FA)

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