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Hospiztag

13.03.2020

Beziehung mit allen Sinnen

Konkrete Tipps gab es in mehreren Workshops, wie hier mit einem Therapiehund aus dem Workshop „Tiergestützte Therapie“.
Bild: Waltraud Fraschke

Das unheimliche Tempo der Digitalisierung

Beim Hospiztag im Ökumenischen Lebenszentrum Ottmaring ging es um „Beziehung mit allen Sinnen in Pflege, Hospiz- und Palliativarbeit“. 97 hauptamtliche und ehrenamtliche Begleiter in der Hospizarbeit stellten sich der Frage: „Verdrängt das Digitale das Analoge?“

Digitalisierung und künstliche Intelligenz schreiten in geradezu unheimlichem Tempo voran, hieß es in der Einladung. „Nicht wenige Kritiker fürchten, die Seelen der Menschen kämen nicht nach und die persönliche, zwischenmenschliche Kommunikation gehe verloren.“

Eine Gefahr, die auch viele der Seminarteilnehmer befürchten, wie man der lebhaften Diskussion in den Pausen entnehmen konnte. Doch analoge oder digitale Kommunikationswege – alles kann und soll erprobt werden, vorausgesetzt, es dient der Lebensqualität schwerkranker und sterbender Menschen.

Beziehung mit allen Sinnen

Zum Programm des Hospiztages gehörten zwei Grundsatzreferate: „Prüft alles, das Gute behaltet“ von Adrienne Weigl, Referentin für Erwachsenenbildung aus Gmund am Tegernsee zum Thema Kommunikation, und „Analog und digital in der Palliativmedizin“, von Prof. Wolfgang Schreml, dem Initiator der Hospiztage in Ottmaring, Palliativarzt aus Günzburg.

Es ging auch um konkrete Wege der Unterstützung der Kranken durch Aromatherapie, Maltherapie und tiergestützte Therapie. Zunächst wurden diese Anregungen von Fachbetreuerinnen – Andrea Krenss, Jupira Schmidt und Emma Mannocchi – im Plenum erörtert und durch konkrete Erfahrungen belegt.

Edigna Schreml, Kunsterzieherin aus Günzburg, widmete sich der künstlerischen Begleitung des Hospiztages mit einer Bildbetrachtung von Gerhard Richter und überließ dabei die Antwort auf die Frage: „Verdrängt das Digitale das Analoge, ergänzen sich beide oder steht jede Form allein für sich“ dem Publikum. Fazit der Veranstaltung: Digitale Medien können hilfreich und durchaus sinnvoll sein in der Palliativarbeit, „sie dürfen und können jedoch niemals menschliche Nähe ersetzen“, so mahnte Prof. Schreml. (AZ)

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