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Mering

10.07.2019

Bürgermeisterwahl in Mering: Politik gibt bei Mathias Stößlein den Ton an

Mathias Stößlein (39 Jahre) tritt als unabhängiger Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Mering im März 2020 an.
Bild: Eva Weizenegger

Plus Als unabhängiger Kandidat bewirbt sich der 39-jährige Unternehmensberater um das Amt des Meringer Bürgermeisters. Gemeinsam mit weiteren Listenkandidaten will er die Premiere schaffen.

Sollten es Mathias Stößlein und seine unabhängige Liste schaffen, bis zum 3. Februar 2020 180 Unterstützungsunterschriften der Meringer Wahlberechtigten zu bekommen, wäre das für die Marktgemeinde eine Premiere bei der Kommunalwahl. Der 39-Jährige will als unabhängiger Kandidat für das Amt des Meringer Rathauschefs ins Rennen gehen. Außerdem hat er derzeit fünf Bewerber, die mit ihm zusammen auf einer Liste für den Marktgemeinderat antreten wollen.

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Nach Auskunft von Wahlamtsleiter Bernhard Bordon hat es in Mering noch keine unabhängige Gruppierung in den Marktgemeinderat geschafft, weil die notwendigen Unterstützungsunterschriften nicht eingegangen waren. Für Mering müssten 180 Wahlberechtigte in der Zeit von 17. Dezember bis 3. Februar ihre Unterschrift für einen unabhängigen Kandidaten und dessen Liste abgeben. „Mehrfach Unterstützungsunterschriften sind nicht möglich“, so Bordon. Die Liste darf nicht mehr als 24 Kandidaten haben. Eine Mindestanzahl gibt es nicht.

Musik spielt eine große Rolle für ihn

Mathias Stößlein ist ein politischer Neuling, jedoch in Mering kein Unbekannter. Er spielte lange Jahre Fußball beim Meringer Sportverein und ist seit seiner Jugend bei der Kolpingkapelle aktiv. Er war dort Jugendleiter, hat das Ausbildungsangebot mit aufgebaut und hat für sein Engagement den Jugendförderpreis der Stadtsparkasse Augsburg erhalten. Bei der Kolpingkapelle spielt Stößlein Saxophon und dirigiert die Orchester, wenn Philipp Kufner zeitlich verhindert ist. Musik spielt eine große Rolle für den 39-jährigen selbstständigen Unternehmensberater. So hat er vor kurzem erst die Süddeutsche Bläserphilharmonie gegründet.

Bürgermeisterwahl in Mering: Politik gibt bei Mathias Stößlein den Ton an

Doch nun soll, neben der Musik, auch die Kommunalpolitik bei Stößlein den Ton angeben. „Ich war schon als Schüler politisch interessiert“, schildert er. So habe er gemeinsam mit Mitschülern auf der Zugfahrt von Mering nach St. Ottilien, wo er das Gymnasium besuchte, die große und kleine Politik diskutiert und analysiert. Sein großes politisches Interesse macht Stößlein auch dafür verantwortlich, dass er sich für ein Volkswirtschaftsstudium entschied. Bevor es in die Politik gehen sollte, wollte sich Stößlein beruflich als Unternehmensberater etablieren. 15 Jahre lang war er in ganz Europa für eine Unternehmensberatung unterwegs.

Der Meringer Bürgermeister ist für alle Bürger da

2015 entschied sich Stößlein, von München wieder nach Mering zu ziehen und er begann seine Hausbau pläne zu realisieren. Gleichzeitig entstand bei dem 39-Jährigen der Wunsch, sich nun in Mering politisch einzubringen. „Ich bin hier zu Hause und will meiner Heimatgemeinde ein bisschen was von dem zurückgeben, was sie mir gegeben hat.“ Dabei möchte er auch Schwächere unterstützten und ihnen eine Stimme geben.

Dass er als unabhängiger Kandidat ins Rennen geht, begründet er damit: „Ich bin der Überzeugung, dass man als Kommunalpolitiker nicht wegen seiner Parteizugehörigkeit gewählt wird.“ Zudem sei ein gewählter Bürgermeister letztlich für alle Meringer Ansprechpartner und nicht nur für diejenigen, die der gleichen Partei wie der Rathauschef angehören. Auch seine Freundin Cornelia von Schenckendorff unterstützt ihn bei seinen Plänen.

Mathias Stößlein will einen gemeinsamen Weg in Mering finden

Stößlein glaubt, dass ihm sein Studium, unter anderem gewann er dort intensive Einblicke in politische Ökonomie sowie die Regional- und Stadtentwicklung, wie auch die Arbeit als Unternehmensberater das richtige Handwerkszeug mitgaben, um als Meringer Bürgermeister die notwendigen Projekte angehen zu können. „Als Unternehmensberater war ich oft die Schnittstelle, an der es galt, Menschen mit unterschiedlichen Positionen auf einen gemeinsamen Weg zu bringen.“

Da die unabhängige Liste noch weitere Kandidaten sucht, und Stößlein als deren Bewerber um das Bürgermeisteramt antritt, will er seine künftigen Ziele mit ihnen gemeinsam abstimmen. Wobei er bei der Kinderbetreuung künftig noch mehr ein Augenmerk auf die demografische Entwicklung legen möchte. „Es müssen bereits im Vorfeld Optionen geschaffen werden, um schnell auf einen Mehrbedarf reagieren zu können.“

Zudem möchte er noch mehr Akzente bei der Wirtschaftsförderung setzen: „Ich will die Arbeitsplätze zu den Menschen bringen.“ Damit eng verbunden seien dann auch höhere Gewerbesteuereinnahmen für Mering, um so die infrastrukturbedingten Herausforderungen stemmen zu können. Stößlein hält weiterhin einen großen Veranstaltungssaal für die Kommune für notwendig. Auch bei der geplanten Anker-Dependance setzt er sich künftig dafür ein, dass diese Einrichtung so betrieben wird, dass sie „für alle Seiten lebbar“ ist.

Bei der Ausweisung neuer Baugebiete, legt Stößlein sein Augenmerk darauf, vor allem Platz für die Meringer Bürger schaffen, die hier in ihrer Heimatgemeinde nach einem bezahlbaren Wohnraum suchen. Auch wenn er politisch sich nicht für eine Partei als Bürgermeisterkandidat aufstellt, so macht Stößlein jedoch eins klar: „Ich gehöre absolut zur politischen Mitte.“ Positionen rechter Gruppierungen und Parteien seien ihm fremd.

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