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Ried

20.01.2021

Bürgerversammlung geht in Ried diesmal online

Erwin Gerstlacher wendet sich diesmal online bei der Bürgerversammlung an die Einwohner seiner Gemeinde.
Foto: Gönül Frey (Archivfoto)

Plus Im Chat kommen die Rieder bei einer digitalen Bürgerversammlung zu Wort. Bürgermeister Erwin Gerstlacher gibt den Betreiber der Senioreneinrichtung bekannt.

Rund 150 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung von Bürgermeister Erwin Gerstlacher zu der Online-Bürgerversammlung gefolgt, um so ihr Interesse an den Angelegenheiten der Gemeinde zu zeigen. Gerstlacher bestätigte im Nachhinein auf Anfrage, dass insgesamt "bestimmt 300 Menschen mit den Ereignissen rund um Ried befasst waren, da manchmal sogar die ganze Familie vor einem Computer saß". Trotzdem war er positiv überrascht von der hohen Zahl. Am Ende seines Berichtes hatten die Zuschauer die Möglichkeit, über Chat oder das gemeindliche Telefon Fragen zu stellen, die das Gemeindeoberhaupt dann gleich live beantwortete.

Rieds Bürgermeister Gerstlacher: "Gute Arbeit in der Gemeinde"

Gerstlacher betonte zu Beginn der Online-Bürgerversammlung, wie wichtig ihm Bürgernähe sei. Ihm fehle der direkte Kontakt zu den Bürgern, so habe er sich ein neues Medium gesucht. "Ich möchte die gute und positive Arbeit, die in unserer Gemeinde geleistet wird, transparent und sichtbar machen", sagte er. In seinem Rechenschaftsbericht begann Gerstlacher mit dem Einwohnerstand, der 52 Personen mehr aufweist als noch 2019. Letztes Jahr wurden im Gemeindegebiet 3181 Bürger gezählt, mehr denn je zuvor. "Vom Alter her ist Ried sehr gesund", freute sich Gerstlacher, "auch wenn der demografische Wandel vor uns nicht haltmacht". So belegt Ried mit einem Durchschnittsalter von 41,7 den dritten Platz im Landkreis (43,4).

Der Haushalt 2020 hat ein Gesamtvolumen von 13.829.300 Euro. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 7.272.300 Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 6.557.000 Euro.

In der Rieder Ortsmitte soll es Betreutes Wohnen und Tagespflege geben

Angebaut wurde im vergangenen Jahr am Kindergarten Baindlkirch. Da sich der Bedarf für eine weitere Kindergartengruppe abgezeichnet hatte, wurde im Gemeinderat eine "flexible Lösung" für den Kindergartenanbau beschlossen. Diese umfasst ein Raumkonzept, das sowohl eine Nutzung als Krippe als auch als Kindergarten ermöglicht. Die Baukosten liegen bei rund 900.000 Euro. Davon würden aber rund 476.000 Euro gefördert, sagte der Bürgermeister. Und er stellte die Fertigstellung bis April 2021 in Aussicht.

In der Ortsmitte Ried soll ein Betreutes Wohnen sowie eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren errichtet werden. Dies ist seit der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt. Wie berichtet, will die Gemeinde die Einrichtung im Eigentum behalten. Gerstlacher betonte bei der Sitzung, dass die Gemeinde nur als Vermieter fungiere, ein Betreiber müsse noch gefunden werden. Dies ist nun geschehen: Mit der Sozialstation Friedberg-Hochzoll einigte sich die Gemeinde mit einem regionalen Anbieter. "Das war mir äußerst wichtig", freute sich das Gemeindeoberhaupt. Auf 3200 Quadratmetern sollen 30 Wohnungen entstehen, deren Größen von ein bis drei Zimmer variieren. Das Gelände liegt ansprechend in der Ortsmitte direkt am Eisbach. Die Bauweise ähnelt einem Trapez mit versetzt angebrachten Balkonen, die genügend Privatsphäre ermöglichen.

Walderlebnispfad wird in Ried zum Vorzeigeprojekt

Ein weiteres "gigantisches Projekt" ist der Walderlebnispfad im Höglwald, der von der Gemeinde Ried zusammen mit den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung initiiert wird. Vom grünen Klassenzimmer bis hin zu Tierstimmen und Ergebnissen aus der Forschung wird es hier viel und immer wieder Neues zu beobachten geben. In dieser Zusammensetzung und Vielfalt dürfte der Pfad einmalig werden. Auch die "never ending story", so Gerstlacher, Fahrradweg Kissing – Hörmannsberg soll in diesem Jahr endlich gestartet werden. Nach der Vorstellung vieler anderer Projekte äußerte Bürgermeister Erwin Gerstlacher einen Wunsch: "Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns alle im Herbst wieder unter normalen Umständen zu den Bürgerversammlungen vor Ort treffen könnten."

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