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Kissing

19.02.2021

Corona: Das zweite Impfzentrum kommt nach Kissing

Der Eingangsbereich des Dasinger Impfzentrums: Nun soll ein weiteres in Kissing eingerichtet werden.
Bild: Michael Postl

Plus Der Landkreis muss im Kampf gegen das Coronavirus seine Kapazitäten ausweiten, daher wird in Kissing ein neues Impfzentrum eingerichtet. Wo es einziehen soll.

In Dasing gibt es bereits ein Impfzentrum, in Kissing soll nun das zweite im Süden des Landkreises Aichach-Friedberg eingerichtet werden. Dem Plan des Landratsamtes hat der Gemeinderat am Donnerstagabend zugestimmt. Bald sollen also auch in Kissing reihenweise Landkreisbewohner gegen das Coronavirus geimpft werden.

In der Sitzung erklärte Bürgermeister Reinhard Gürtner, dass der Landkreis zurzeit gefordert sei, in kürzester Frist die Kapazitäten im Wittelsbacher Land zu erhöhen. Das Landratsamt habe dafür den gesamten Veranstaltungsbereich der Paartalhalle in der Bürgermeister-Wohlmuth-Straße 2 ins Auge gefasst und sei daher auf die Gemeinde Anfang der Woche zugekommen. Der Erlebachsaal, die 7500 Quadratmeter große Veranstaltungshalle, wird zurzeit nur für Gemeinderats- und Ausschusssitzungen sowie Schulungsmaßnahmen der Verwaltung genutzt. Das Bistro, es befindet sich neben dem Haupteingang der Halle, und ein weiterer Speisesaal im hinteren Teil stehen ganz leer. Der Landkreis will darüber hinaus auch sämtliche Parkplätze nutzen, die zur Paartalhalle gehören.

Neues Impfzentrum in Kissing: Landkreis muss Impfkapazitäten ausbauen

Laut Gürtner erklärten Vertreter des Unternehmens Vitolus nach einer gemeinsamen Besichtigung Anfang der Woche den Veranstaltungsbereich der Halle für geeignet. Die Abwicklungen der Corona-Impfungen hat der Landkreis dem externen Dienstleister aus München überantwortet.

Sebastian Koch, der organisatorische Leiter der Impfzentren am Landratsamt, hatte sich zuvor mit einem Brief an die Gemeinde gewandt. Aus dem geht hervor, dass das bayerische Gesundheitsministerium den Landkreis aufgefordert hatte, die bisherigen Kapazitäten auszubauen, um ab April 1100 bis 1200 Impfungen täglich durchführen zu können.

Im Veranstaltungsbereich der Paartalhalle soll ein neues Impfzentrum eingerichtet werden.
Bild: Philipp Schröders (Archiv)

Es sei geplant, den Impfbetrieb bereits im März in der Paartalhalle aufzunehmen. Zu Beginn seien täglich 200 Impfungen geplant. "Da die Situation sehr dynamisch ist, werden die Impfkapazitäten und Öffnungszeiten der Impfstelle an die angekündigten Impfstofflieferungen kurzfristig angepasst", schreibt Koch. Ziel sei es, bei ausreichender Zufuhr rund 500 Menschen in der Zeit von acht bis 20 Uhr in der Paartalhalle Dosen zu verabreichen.

"Leider ist es nicht absehbar, wie lange der Impfbetrieb in den Impfzentren aufrechterhalten werden muss. Dies ist von vielen Unwägbarkeiten abhängig, etwa der Impfstoffzufuhr, der Impfwilligkeit und auch der möglichen Einbindung der niedergelassenen Ärzte", schreibt Koch.

Bürgermeister und Gemeinderat sprechen sich für Impfzentrum in Kissing aus

Bis zum Ende des Sommers soll laut der Bundesregierung jede Person in Deutschland ein Impfangebot gegen das Coronavirus erhalten. Um dieses Versprechen realisieren zu können, sei auf Kissing bezogen ein Mietverhältnis zwischen dem Landkreis und der Gemeinde bis Ende September, gegebenenfalls auch bis Ende Oktober erforderlich. Koch schlug daher vor, den Vertrag unbefristet zu schließen, so könne er von beiden Seiten gekündigt werden.

 

Die Verwaltung der Gemeinde sah kein Problem darin, die Halle sofort zur Verfügung zu stellen. Eine Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs und die Verpachtung der Gastronomie seien aufgrund der Pandemie derzeit nicht relevant, hieß es in der Sitzung. Der Bürgermeister und die Fraktionen sprachen sich ebenfalls dafür aus, die Paartalhalle zur Verfügung zu stellen. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, alle Vorbereitungen zu treffen, um die Umsetzung schnellstmöglich zu verwirklichen.

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