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Mering

09.03.2020

Corona-Verdacht: Meringer Gymnasiasten bleiben zu Hause

In Mering stand ein Schüler unter dem Verdacht am Coronavirus erkrankt zu sein. Schulleiter Josef Maisch leitete Vorsichtsmaßnahmen ein.
Bild: Eva Weizenegger

Die Schüler einer achten Klasse am Meringer Gymnasium sind am Montag vom Unterricht befreit. Schulleiter Josef Maisch wartet auf das Ergebnis des Gesundheitsamtes.

Am Meringer Gymnasium informierte Schulleiter Josef Maisch fortlaufend Eltern, Schüler sowie das Lehrerkollegium über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus. Nun wurde sogar eine achte Klasse vom Unterricht befreit.

Waren zunächst alle Schüler, die sich in den Faschingsferien in den Risikogebieten aufgehalten hatten, dazu aufgefordert, die Schule nicht zu besuchen, so entschied sich Maisch am Freitag, die Schüler einer achten Klasse vorerst komplett vom Unterricht zu befreien. „Es gab den Verdacht, dass sich einer der Schüler mit dem Virus infiziert hatte“, erklärt Maisch. Der Schüler wurde nach Hause geschickt und sicherheitshalber die betroffenen Eltern der anderen Schüler informiert.

Coronavirus: Erhöhte Vorsicht am Meringer Gymnasium

Nachdem die Testergebnisse am Sonntag der Schulleitung noch nicht vorlagen, entschied sich Maisch dazu, die Klasse komplett vom Unterricht zu befreien. „Das hat nichts mit Hysterie zu tun, sondern ist ein ganz normales Vorgehen in so einem Fall“, begründet Maisch seinen Schritt. Zudem gebe es in dieser Klasse Angehörige der Schüler, die unter einer speziellen Schwächung ihres Immunsystems leiden. „Da ist erhöhte Vorsicht einfach angesagt“, so der Schulleiter weiter. Am Montag kam dann die Entwarnung. "Der Verdacht hat sich nicht bestätigt, ab Dienstag können wieder alles Schüler am Unterricht teilnehmen", so Maisch.

Man könne derzeit keine allgemein gültige Regelung aufstellen. „Wir reagieren auf die aktuellen Entwicklungen“, sagt Maisch. Zunächst habe Südtirol nicht als Risikogebiet gegolten, deshalb seien auch Schüler, die dort ihre Ferien verbracht hatten, vergangene Woche regulär zum Unterricht erschienen. Da sich hier die Lage nun geändert habe, seien die Eltern dazu verpflichtet, ihre Kinder zu Hause zu lassen, wenn sie in einem der Risikogebiete Urlaub gemacht hätten.

Ob möglicherweise aufgrund der aktuellen Entwicklungen Schulaufgaben verschoben werden müssten, werde derzeit noch geklärt. Die Mittelschule in Friedberg sagte am Montag nach Rücksprache mit den Schulamt die für Donnerstagabend geplante Berufsinformationsbörse ab.

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