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Gesundheit

07.03.2019

Damit die Seele erst gar nicht erkrankt

Die Vorsitzenden des Vereins „Kennen und Verstehen“, Fritz Schwarzbäcker und Eleonore Broitzmann, haben wieder ein umfangreiches Programm für die Psychiatrietage 2019 zusammengestellt. Foto: Brigitte Glas

Der Förderverein „Kennen und Verstehen“ beschäftigt sich heuer mit dem Thema Prävention. Dies ist das Programm der Psychiatrietage 2019

Über psychische Erkrankungen spricht man nicht. Auch im Jahre 2019 sind sie immer noch ein Tabuthema. Der Verein „Kennen und Verstehen“ hat sich zur Aufgabe gemacht, aufzuklären und Verständnis für die Betroffenen zu schaffen. Unter anderem mit den alle zwei Jahre im Landkreis stattfindenden Psychiatrietagen. Die diesjährigen, inzwischen elften Psychiatrietage befassen sich mit dem Thema „Prävention“, also mit der Verhinderung der Entstehung einer psychischen Erkrankung und mit der Vermeidung eines Rückfalls. Gefordert sind alle: das Fachpersonal, aber auch die Betroffenen und die Angehörigen. In acht Programmpunkten wird das Problem aus allen Blickwinkeln betrachtet.

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Eröffnet wird die Veranstaltungs-reihe mit einem Festabend am Freitag, 22. März, im Pfarrzentrum St. Jakob in Friedberg. Den Festvortrag hält Professor Josef Bäuml vom Klinikum rechts der Isar. In einer Videobotschaft wird sich jemand an die Besucher wenden. Wer das ist, bleibt bis dahin ein Geheimnis. Daneben gibt es einen Infomarkt und ein Büfett, das die Tagesstätten aus Mering und Aichach anrichten.

Zwei Wochen lang geht es dann mit verschiedenen Veranstaltungen weiter. Vorträge mit Diskussion laden zum Zuhören und zur aktiven Teilnahme ein. In einer Podiumsdiskussion soll geklärt werden, wie ein Burn-out zu verhindern ist. Es gibt wie schon in den vergangenen Jahren einen Filmabend im Cine-plex-Kino in Aichach. Selbst aktiv sein wird auch in diesem Jahr wieder großgeschrieben.

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Den Vortrag „Resilienz – ein Konzept zur Förderung der Salutogenese im Kindes- und Jugendalter“ ergänzt ein Spielenachmittag für Schüler und Lehrer. Die Wissenschaft spricht von Salutogenese, wenn sie die Entstehung und Erhaltung der Gesundheit erforscht. Die Resilienz ist dabei ein wesentlicher Faktor. Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit, die ermöglicht, schwierige Situationen ohne negative Folgen zu bewältigen. Eigeninitiative ist auch beim „Aktiven Präventionsabend“ gefragt. Vorgestellt wird „ein bunter Blumenstrauß an Möglichkeiten“.

Der Vorsitzende von „Kennen und Verstehen“, Fritz Schwarzbäcker, ist stolz auf das Programm. Aus verschiedenen Quellen hat er gehört, „dass die Psychiatrietage eines der besten Formate sind, die es in Süddeutschland gibt“. Er sieht es als Vorteil, dass in der Vorstandschaft größtenteils interessierte Laien sind, die näher an den Betroffenen sind und auch unbedarft an das große Thema Prävention herangehen. Karl Valentin hätte zur Prävention lapidar gesagt: „Früher war die Zukunft auch besser.“ Daher gestaltet zum Abschluss der Psychiatrietage das Theater Apropos aus München mit Betroffenen einen Valentin-Abend. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

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