Newsticker

Corona-Hotspots: Andere Bundesländer verhängen Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Das Risiko eines Unfalls steigt mit jedem Schluck

Friedberg

26.07.2010

Das Risiko eines Unfalls steigt mit jedem Schluck

Beim Projekttag am Gymnasium wurde mit Hilfe von Polizei, Feuerwehr und Notarzt ein Unfall realistisch dargestellt. Fotos: Sarah Faller
2 Bilder
Beim Projekttag am Gymnasium wurde mit Hilfe von Polizei, Feuerwehr und Notarzt ein Unfall realistisch dargestellt. Fotos: Sarah Faller

Im Wernher-von-Braun-Gymnasium bekommen die Schüler gezeigt, wie gefährlich Alkohol hinter dem Steuer sein kann. Von Sarah Faller

Mit

Sirenengeheul

kündigte sich die

Polizei

auf dem Schulhof des Friedberger Gymnasiums an, darauf folgten auch schon

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Feuerwehr

und Notarzt. So schnell wie möglich wurde die Unfallstelle gesichert. Es dauerte eine halbe Stunde, bis zwei "verletzte" Schülerinnen des Werner-von-Braun-Gymnasiums aus dem total demolierten

Auto

gesund und munter geborgen waren. Bei einem echten Verkehrsunfall mit Schwerverletzten wäre diese halbe Stunde vielleicht schon zu lange gewesen.

"Deshalb ist es so wichtig, für sich, aber gerade auch für seine Mitmenschen mitzudenken, um solch ein Unglück vermeiden zu können", meint Gerald Bell, der Leiter des Präventionsprojektes "Klick-Klar im Kopf", bei seinem Vortrag vor den Schülern am Disco-Fieber-Aktionstag. Er riet dabei dringend vor Fahrten unter Alkoholeinfluss ab. Auch Passagiere sollten nur bei einem nüchternen Fahrer ins Auto steigen.

Gerald Bell kennt Situationen wie diese nur zu gut - auch aus eigener Erfahrung. "Nach einem Konzert in München wollte einer meiner Freunde noch betrunken Auto fahren, das war mir und einem anderen Bekannten zu riskant und so sind wir mit dem Zug gefahren. Am nächsten Morgen bekam ich dann die schreckliche Nachricht: "Mein Freund war tot, gestorben bei einer Autofahrt, die nie hätte stattfinden müssen." Dies ist eines der Erlebnisse, die Gerald Bell geprägt haben. Und darum setzt er sich seit zehn Jahren für "Klick-Klar im Kopf" ein.

"Es ist für alle schwer, einen solchen Unfall zu verarbeiten," berichtete Christine Leicht vom Kriseninterventionsdienst. Besonders hart sei es auch für Beamte, die eine Mutter aus dem Bett klingeln müssten, um ihr zu sagen, das ihre Tochter bei einem Autounfall ihr Leben gelassen hat.

Das Grauen nach der Partynacht

Damit so etwas nicht passiert, sollen Schüler am "Disco-Fieber-Aktionstag" auf dieses Problem aufmerksam gemacht werden. Die Schüler lauschten den Vorträgen gespannt und das Thema wurde von fast allen sehr ernst genommen. Auch Filme zeigten sehr realistisch das Grauen einer außer Kontrolle geratenen Partynacht. Von Sarah Faller

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren