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Wittelsbacher Land

22.06.2014

Das hilft gegen Zecken

So klein und so gefährlich: Zecken sind Krankheitsträger.
Bild: Patrick Pleul, dpa

Dieses Jahr gibt es im Wittelsbacher Land besonders viele Zecken. Doch es existieren gute Gegenmittel, die gegen die Parasiten helfen.

Sie sind drei mal vier Millimeter groß, klettern auf Grashalme, Büsche und verbringen dort die meiste Zeit in Lauerstellung. Wenn ein Mensch oder Tier sie streift, krallen sie sich an ihn und saugen sein Blut: Zecken. Dieses Jahr gibt es sehr viele im Wittelsbacher Land, und sie übertragen gefährliche Krankheiten. Der warme und trockene Winter bot beste Voraussetzungen für sie, erklärt der Friedberger Tierarzt Till Lugtenburg.

Zecken übertragen die Krankheiten FSME und Borreliose, diese ist auch für Haustiere gefährlich. Der Leiter des Gesundheitsamts in Aichach, Michael Hennig, sagt, dass das Wittelsbacher Land ein FSME-Risikogebiet sei. In den vergangenen Jahren haben sich hier immer wieder Wanderer und Radfahrer infiziert.

Zecken: Haustiere haben bis zu zwölf Zecken im Fell

Ärzte im Landkreis sehen im Moment aber noch keine Häufung von Zeckenbissen. Der Meringer Arzt Richard Essler hat jährlich zwischen fünf und zehn Borreliosepatienten, die von Zecken infiziert wurden. Mit einem Anstieg rechnet er ebenso wenig wie sein Kissinger Kollege Franz Samweber.

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Tierarzt Lugtenburg spürt jedoch deutlich, dass mehr Zecken da sind. Die Haustiere in seiner Praxis haben oft bis zu zwölf Blutsauger im Fell. Das sei sehr viel, normalerweise sind es höchstens vier. Zudem fragen Tierhalter vermehrt nach Mitteln gegen Zecken.

Sprays und Creme helfen gegen Zecken

Davon gibt es jede Menge, sowohl für Menschen wie für Haustiere. Ein Anti-Zecken-Spray oder -Creme ist hilfreich. Für Tiere gibt es spezielle Halsbänder und Tropfen, mit denen man das Fell beträufelt. Diese halten etwa 90 Prozent der Zecken ab.

Menschen sollten laut den Ärzten nicht ins Unterholz und auf Wiesen mit hohem Gras gehen. Man sollte eine lange, helle Hose und ein langärmeliges, helles T-Shirt tragen, damit man die Zecken sieht und sie sich nicht an der Haut festkrallen.

Ärzte raten bei Zecken zur Vorsicht

Und vor allem sollte man den eigenen Körper absuchen, nachdem man draußen war. Richard Essler rät dabei zur Sorgfalt. Es gebe immer wieder Patienten, die an entlegenen Körperregionen gebissen werden. Bei Haustieren empfiehlt es sich, sie regelmäßig mit einem Kamm zu untersuchen.

Gegen FSME schützt auch eine Impfung, die die Krankenkasse bezahlt. Hat die Zecke zugebissen, muss sie entfernt werden. Je schneller, desto geringer ist das Ansteckungsrisiko. Die Zecke mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange, -schlinge oder -karte dicht an der Bissstelle greifen und rausziehen.

Zecken: Bissstelle desinfizieren und beobachten

Eine Empfehlung lautet, die Zecke vorher drei- bis viermal gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Man sollte sie dabei nicht quetschen, denn dadurch sondert sie ansteckende Sekrete ab. Die Bissstelle sollte man desinfizieren und beobachten. Wenn sie rot wird oder anschwillt, sollte man zum Arzt gehen.

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