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Mering

22.05.2019

Das neue Sportheim für Mering kommt voran

So soll das neue Meringer Sportheim dann einmal aussehen. Geplant hat es der Meringer Architekt Alen Jasarevic
Bild: Alen Jasarevic

Plus Der Meringer Sportverein und die Marktgemeinde einigen sich auf einen modifizierten Vertrag. MSV-Präsident Georg Resch erklärt, warum der Verein Federn lassen musste.

Einen großen Schritt in Richtung neues Sportheim macht der Sportverein Mering (MSV). In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung wurde in nichtöffentlicher Sitzung über die Änderung des bestehenden Vertrags zwischen MSV und der Marktgemeinde diskutiert. Nun scheinen wichtige Hürden ausgeräumt und der Vertrag unter Dach und Fach zu sein. MSV-Präsident und CSU-Marktgemeinderatsvorsitzendem Georg Resch ist damit eine Last abgefallen, denn nun fehlt nicht mehr viel, bis endlich der Bau des neuen Sportheims beginnen kann.

„Als MSV-Präsident, habe ich mich von der nichtöffentlichen Beratung im Marktgemeinderat zurückgezogen und die Sitzung deshalb vorübergehend verlassen“, erklärt er. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler habe ihn im Anschluss darüber informiert, dass die Räte dem modifiziertem Vertrag mehrheitlich zugestimmt hätten. „Das freut mich natürlich sehr und ich danke den Räten im Namen des MSV“, sagt Resch.

Der Vertrag wurde 1970 geschlossen, als der Sportverein sein Sportgelände an den Markt Mering übergab und vor mehr als 40 Jahren auf das Gelände an der Tratteilstraße zog. Schriftlich heißt es dort: „Die Gemeinde Mering verpflichtet sich, die künftigen gemeindlichen Sportanlagen dem Sportverein Mering in der Weise zur Benutzung zu überlassen, dass der volle Spiel- und Trainingsbetrieb des Vereins gewährleistet ist.“ Weiter heißt es: „Die Benutzung der Sportanlagen wird dem Verein unentgeltlich gestattet.“ Kandler machte stets deutlich, dass ein Sportheimneubau mit ihm nur dann über die Bühne gehe, wenn der sogenannte „Unendlichkeitsparagraf“ aus dem Jahr 1970 künftig nicht mehr besteht.

Das neue Sportheim für Mering kommt voran

Der neue Vertrag läuft für 50 Jahre

Im Zuge des Neubaus investiert der MSV gemeinsam mit den Fördermitteln des Bayerischen Landessportverbands 1 Million Euro, 3 Millionen Euro gibt die Marktgemeinde für den Sportheimneubau dazu. Bauherr ist der MSV, nach der Fertigstellung wird die Kommune jedoch Eigentümer, da das Gebäude auf dem Grundstück der Gemeinde errichtet wird. Zudem übernimmt der Sportverein weiter die Kosten für den Platzwart sowie für Hausmeister und Reinigungspersonal. Der Vertrag läuft nun für die nächsten 50 Jahre. „Ich habe bei der jüngsten Jahreshauptversammlung meines Vereins diese Änderung den Mitgliedern vorgestellt und von ihnen das Okay erhalten“, berichtet Resch. Und so sei er auch in die Verhandlungen mit der Kommune gegangen. „Jeder hatte ein wenig Federn lassen müssen, der MSV aber auch die Marktgemeinde“, sagt Resch.

Resch hofft auf einen Spatenstich im April 2020

Auf dem Sportgelände an der Tratteilstraße soll ein 62,5 Meter langes und 15 Meter breites Gebäude entstehen, das zwischen der bestehenden Tribüne und der ehemaligen Sportgaststätte platziert wird. Bereits 2017 hatte der Architekt Alan Jasarevic die Pläne im Bauausschuss vorgestellt. Das neue Gebäude ist mit zwei Etagen geplant, die neben Umkleiden, Duschen, Büros und behindertengerechten Sanitäranlagen auch einen Gymnastiksaal sowie ein Bistro enthalten. Da auch die Garagen abgebrochen werden sollen, ist ein Nebengebäude mit Abstellmöglichkeiten für Sportgeräte an dieser Stelle geplant. Hier werde zudem das Dach so weit vorgezogen, dass Fahrräder im Trockenen stehen können.

„Wir hoffen, dass wir etwa im April 2020 mit dem Bau beginnen können“, meint Resch. Noch liegt der Bauantrag zur Genehmigung im Landratsamt Aichach-Friedberg. „Ich rechne jedoch jeden Moment damit, dass dieses Verfahren bald durch ist“, informiert Resch. Architekt Alen Jasarevic kann dann mit der Ausschreibung der Arbeiten beginnen. „Leider erhöhen sich auch bei uns die Baukosten aufgrund der Baukonjunktur“, bedauert Resch. Mittlerweile seien es vier statt der avisierten 3,65 Millionen Euro.

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