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Wohnen in Mering

06.05.2017

Das schöne Leben der neuen Bewohner im Meringer Schloss

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7 Bilder
Das Meringer Schloss strahlt wieder im urspünglichen Glanz.
Bild: Peter Stöbich

In luxuriösem Ambiente genießen die Menschen ihren ersten Frühling in Mering. Nach seiner Kernsanierung erstrahlt das Schloss an der Bouttevillestraße nun in seiner ganzen Pracht.

Von ihrer Terrasse aus genießt Heike Manz den Blick auf die blühende Frühlingspracht im weitläufigen Schlosspark, in dem die Vögel in der Aprilsonne zwitschern. „Ich bin total begeistert vom tollen Ambiente und den vielen Freizeitmöglichkeiten in Mering“, schwärmt die Medienberaterin. Erst vor wenigen Wochen ist sie mit ihrem Partner in eine der vier Dutzend Schlosswohnungen eingezogen „und wir haben uns hier sofort wohlgefühlt“, sagt sie.

Nach seiner Kernsanierung erstrahlt das historische Anwesen an der Bouttevillestraße nun in seiner ganzen Pracht so eindrucksvoll, wie das ursprünglich wohl vor Jahrhunderten einmal war. Nur ein riesiges Fass im Park erinnert noch an die frühere Schlossbrauerei, rundherum laden Bänke zum Verweilen ein. Dieses Leben im Luxus ist nichts für Durchschnittsfamilien mit mehreren Kindern; denn nicht jeder kann es sich leisten, in einem Schloss mit Brunnen im Innenhof und einem Flüsschen dahinter zu residieren. Vielmehr haben betuchte Kapitalanleger das Steuersparmodell genutzt, das für die Vermarktung des alten Gemäuers ein wichtiges Argument war.

Wohnen im Meringer Schloss: Echtholz-Parkett und Fußbodenheizung

Von Kaufbeuren ist Heike Manz nach Mering gezogen, weil sie ihr neues Büro als Medienberaterin in Königsbrunn hat. „Ich bin im Internet auf die Werbung für das Schloss gestoßen und habe dann sehr schnell zugesagt“, erzählt sie. Ihre Küche im Erdgeschoss des Turms ist maßgeschneidert, die Wohnung mit Echtholz-Parkett und Fußbodenheizung ausgestattet.

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Auf dem Weg zu ihrem Speicherabteil unterm Schlossdach hat sie sich in der ersten Zeit verlaufen: Man muss erst über den Hof zu einem der beiden Aufzüge gehen und dann wie in einem Labyrinth durch mehrere verwinkelte Gänge – in einem Schloss ist eben vieles anders als in einem normalen Mietshaus.

Ihr neues Domizil in Mering kann auch Marina Reinholz in vollen Zügen genießen. Sie lebt seit Anfang März in der Marktgemeinde und ist in ganz Bayern im Außendienst unterwegs. „Deshalb bin ich froh, wenn ich mich am Wochenende in dieser schönen Atmosphäre entspannen kann!“ Die schnelle Erreichbarkeit des Ortszentrums, die nahegelegenen Gewässer wie Mandicho-, Ilse- und Kuhsee oder die Radwege im Siebentischwald sind Pluspunkte, die Reinholz nicht mehr missen möchte. Auch Hausmeister, Gärtner und ein Blockheizkraftwerk gewährleisten eine hohe Lebensqualität der Neubürger.

Über deren positive Reaktionen freuen sich Mario Massano, Geschäftsführer der Schloss Mering Estate GmbH, und sein Sohn Tobias. Gemeinsam haben sie das Millionenprojekt verwirklicht und sich ihr Büro gleich neben dem Schlosstor eingerichtet. „Die Bewohner schätzen hier die absolute Ruhe sowie die Nähe zu Augsburg und München“, sagt Mario Massano.

Mit seiner Verlobten Nilla Nilsen lebt Tobias seit Ende vergangenen Jahres im Schloss. Die schwedische Sängerin war beim Tsunami 2004 in Thailand schwer verletzt worden und hat ihre Erlebnisse in einer Biografie verarbeitet. Zwischen ihren Konzerttourneen holt sie sich in Mering Kraft und Inspirationen für ihre Lieder.

Das komplette Grundstück an der Bouttevillestraße umfasst 9350 Quadratmeter. „Vielleicht können wir in einigen Wochen ein schönes Sommerfest organisieren“, sagt Heike Manz, „meine neuen Nachbarn sind alle sehr nett!“

Jahrelang hatte man sich um eine Nutzung für das ehemalige Schloss bemüht. Alle Pläne für eine gewerbliche Verwendung waren letztlich aber daran gescheitert, dass es wegen der engen Tordurchfahrt in den Innenhof keine ausreichende Zufahrtsmöglichkeit für Lastwagen gibt. Kurzzeitig gab es sogar Überlegungen, wegen der beengten Verhältnisse im Rathaus den Verwaltungssitz der Marktgemeinde in einen Schlossflügel zu verlegen. Im Laufe der Jahrhunderte war das Anwesen immer wieder geplündert, niedergebrannt und zerstört worden. Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde es 1704 bis auf die Außenmauern völlig zerstört.

1945 starb die letzte Schlossherrin derer von Boutteville, Maria Alfonsine Edle von Grauvogl. Nach 1945 wurde das Schloss als Altenheim genützt. Ab 1954 benutzte nach einer aufwendigen Renovierung Luitpold Edler von Grauvogl das Gebäude als Wohnstätte.

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