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Dasinger Gemeinderat: Abgänge mit bitterem Beigeschmack

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Kommentar Von Tom Trilges
03.07.2019

Karin Liebler und Martin Menzinger wechseln in Dasing von den Aktiven zur CSU. Dass sie das per Facebook mitgeteilt haben, ist schlechter Stil.

Es ist völlig legitim, sich einer Fraktion im Gemeinderat nach einer gewissen Zeit nicht mehr zugehörig zu fühlen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Karin Liebler und Martin Menzinger haben das in Dasing getan und sitzen fortan für die CSU statt für die Aktiven Bürger im Gremium. So weit, so gut.

Dasinger Gemeinderäte: Zeitpunkt des Wechsels irritiert

Wieso aber haben die beiden ihren Abgang ohne Rücksprache mit der eigenen Fraktionsvorsitzenden Anne Glas, dem Bürgermeister Erich Nagl oder der Gemeindeverwaltung durchgepeitscht? Sie alle erfuhren von den Entscheidungen lediglich über die Facebookseite der CSU. Glas und Nagl regen sich darüber zurecht auf. Von Gemeinderäten, die Verantwortung für ihren Ort übernehmen wollen, sollte man besseren Stil erwarten.

Die Betonung, man habe nicht die Kommunalwahl 2020 beeinflussen wollen und den Wechsel deshalb früh genug vollzogen, irritiert ebenfalls. Immerhin steht die Wahl in acht Monaten an – zuvor saßen beide jahrelang für die Aktiven im Rat, jetzt diese überstürzte Aktion. Ein Schelm, wer da Böses hinsichtlich der Wahl denkt. Aber selbst, wenn man beiden keine Ambitionen auf das Bürgermeisteramt unterstellt: Es bleiben Abgänge mit bitterem Beigeschmack.

Lesen Sie dazu auch den Artikel von Tom Trilges: Parteiwechsel sorgt für Ärger in Dasing

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