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Dasing

11.02.2019

Dasinger wollen der Natur mehr Raum lassen

Ruhig mal ein paar Blumen und Gräser stehen lassen - das wünschen sich viele Dasinger
Bild: Andreas Schmidt (Archiv)

Dasinger kritisieren häufiges Mähen und starken Gehölzschnitt. Derzeit wird in der Gemeinde ein Konzept für einen pfleglicheren Umgang erarbeitet.

Eine große Gruppe unter den Dasinger Bürgern wünscht sich einen pfleglicheren Umgang mit der Natur. Bei der Bürgerversammlung gab es mehrere Wortmeldungen, in denen zu häufiges Mähen der Wiesen, zu starkes Zurückschneiden von Feldgehölzen und der Verlust von Gesträuch kritisiert wurde. Damit werde vielen Lebewesen der Lebensraum genommen, hieß es, und nach der letzten Wortmeldung kam spontaner Beifall auf. Bürgermeister Erich Nagl verteidigte das Vorgehen der Gemeindemitarbeiter und verwies auf den Landschaftspflegeverband, mit dem zusammengearbeitet werde.

Gerade werde ein Konzept für die Naturpflege in Dasing erarbeitet, fügte Nagl hinzu. Die Bürger hatten sich unter anderem auf die Paaraue und den Gemeinde- sowie den Pfarrhof bezogen. In der mit etwa 70 Teilnehmern gut besuchten Veranstaltung, zu der auch die Mehrzahl der Gemeinderäte gekommen war, wurden aber auch noch andere Themen angesprochen.

Was die Dasinger sonst noch bewegt

Ein länger bestehendes Ärgernis sind geparkte Lastwagen, oft Transporter, die von der A 8 kommen und offenbar keinen Platz an Raststätten oder auf Autobahnparkplätzen finden. Ein neuralgischer Punkt ist die Messerschmittstraße im Gewerbegebiet in Lindl. Da sich die Straße nicht sperren lässt, will Nagl nun versuchen, sie als Feuerwehrzufahrt zu deklarieren, weil so höhere Bußgelder für Falschparken verhängt werden können, die auch EU-weit eingetrieben werden können.

Beklagt wurde, dass aufgerissene Straßen in Dasing oft nur unzureichend neu asphaltiert würden. Das betreffe vor allem die Firmen, die gerade Breitband für schnelleres Internet verlegen. Aber auch der Bauhof repariere Straßen manchmal so, dass nach einem bis zwei Jahren die nächste Sanierung fällig werde, was nicht Sinn der Sache sein könne. Ansonsten wurde der Bauhof gelobt. Weitere Wortmeldungen im Rahmen einer angeregten Diskussion:

  • Verkehr I Die Einbahnstraße an der Schule soll für Radfahrer aufgehoben werden.
  • Verkehr II Gefordert wurde, in der Bachstraße halbseitig Halteverbot einzurichten und in der Taitinger Straße zwischen Taiting und der B 300 Tempo 30 einzuführen.
  • Senioren Ein Bürger mahnte, nicht nur die über 85-Jährigen sollten in der Statistik als Senioren betrachtet werden; das beginne schon bei 60 Jahren. Seiner Ansicht nach wird für Senioren zu wenig getan, weil man sich ihrer zahlenmäßigen Stärke nicht bewusst ist.
  • Straßenbau Seitdem die Bürger zur Bezahlung der Straßenerschließung nicht mehr herangezogen werden, häufen sich laut Nagl die Wünsche nach Erschließung. Früher habe das die Gemeinde angeregt, die Bürger hätten aber meist erklärt, damit sei es nicht so dringend.
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