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Der Trend bei Seniorenheimen geht zu großen Trägern

Kommentar Von Ute Krogull
07.01.2021

Plus Das Ehepaar Ederer übergibt sein Pflegeheim in Mering an die Augsburger Johanniter. Bedeutet das eine Verschlechterung für die Bewohner?

Senioren und ihre Angehörigen wünschen sich oft: Wenn schon Pflegeheim, dann ein kleines, familiäres. Diesem Anspruch wurde das Pflegezentrum Ederer in Mering im besten Sinn gerecht. Nun wechselt es in die Trägerschaft der Johanniter Unfallhilfe Augsburg. Was für Folgen kann das für die Bewohner haben?

Betreiberwechsel verursachen oft Unruhe unter den Betroffenen, sei es Personal oder Bewohner. In diesem Fall aber sieht alles nach einer sehr durchdachten und verantwortungsvollen Übergabe aus. Der Trend geht generell hin zu Trägern aus dem Wohlfahrts- oder privatwirtschaftlichen, die mehrere, oft dutzende Einrichtungen betreiben. Pflege ist mittlerweile ein fachlich, wirtschaftlich und personell derart schwieriger Bereich, dass ein solcher Rückhalt nützlich ist, um Synergien zu nutzen.

Johanniter betreten in Mering mit dem Pflegezentrum Neuland

Ein großer Träger bedeutet also nicht automatisch eine Verschlechterung. Gerade wenn er in der Region verankert, gut aufgestellt und sozial eingestellt ist wie die Johanniter, kann das Vorteile haben: Kontinuität und Professionalität auf einer Basis, die nicht der Gewinnmaximierung unterworfen ist. Für die Augsburger Johanniter ist eine stationäre Pflegeeinrichtung zwar Neuland, sie sind jedoch seit Langem in ambulanter Pflege im Einsatz. Zwar nicht in Bayern, aber in anderen Bundesländern sind die "Seniorenhäuser" des Hilfwerks des evangelischen Johanniterordens feste Größen. Solche braucht auch das Wittelsbacher Land, denn einen Wegfall von ohnehin knappen Pflegeplätzen könnte der Landkreis kaum verkraften.

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