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Altomünster

21.01.2011

Der Weihnachtsmann stürzt in Altomünster ab

Der Weihnachtsmann stürzt in Altomünster ab
4 Bilder
Mit diesen großen Scheinwerfern wird die Kirchenstraße für die Nachtaufnahmen ausgeleuchtet.

"Achtung, wir drehen" schallt in diesen Tagen nur allzu oft durch die eigentlich ruhige Kirchenstraße in Altomünster. Grund dafür ist das Filmteam rund um Produzentin Uschi Reich, die sich die kleine Straße als Drehort für die Verfilmung von Cornelia Funkes Buch "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" auserkoren hat. So geben sich nun Schauspieler wie Jessica Schwarz oder Alexander Scheer die Klinke in die Hand. Gedreht werden Szenen rund um "Lenas SchokoLaden", der vorher das Café Völkl war. Von Nadine Bradl

Altomünster "Achtung, wir drehen" schallt in diesen Tagen nur allzu oft durch die eigentlich ruhige Kirchenstraße in Altomünster (Landkreis Dachau). Grund dafür ist das Filmteam rund um Produzentin Uschi Reich, die sich die kleine Straße als Drehort für die Verfilmung von Cornelia Funkes Buch "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" auserkoren hat. So geben sich nun Schauspieler wie Jessica Schwarz, unter anderem durch den Film "Das Parfum" bekannt, oder Alexander Scheer, einer der Hauptdarsteller in "Sonnenallee", die Klinke in die Hand. Gedreht werden Szenen rund um "Lenas SchokoLaden", der vorher das Café Völkl war.

Der Aufstieg Altomünsters zu Klein-Hollywood war eher zufällig, erzählt Produzentin Reich: "Wir suchten nach einem kleinen Ort in der Nähe von München." Dabei entdeckten sie die Kirchenstraße mit dem ehemaligen Café, welches sich optimal als Drehort eignete. Auch wenn das Team, bestehend aus rund 60 Mitarbeitern, eigentlich nicht ganz so weit von der bayerischen Hauptstadt entfernt sein wollte - "jetzt sind wir sehr froh, weil wir hier super Bedingungen haben", betont Reich. Und so wurde die Kirchenstraße zum "Nebelweg" umfunktioniert und das ehemalige Café Völkl zu "Lenas SchokoLaden" mit neuem Anstrich und Fensterläden.

Im März sollen die Dreharbeiten beendet sein

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Im Film zieht Familie Schuster, bestehend aus Lena (Jessica Schwarz), ihrem Mann Fred (gespielt von Fritz Karl, der bereits in "Wer früher stirbt ist länger tot" mitspielte) und ihrem neunjährigen Sohn Ben (Noah Kraus) in das Dorf, um dort den SchokoLaden zu eröffnen. Zwei Wochen vor Weihnachten jedoch nimmt das Leben des kleinen Ben eine außergewöhnliche Wendung: Der Weihnachtsmann Niklas Julebukk (Alexander Scheer) stürzt mitsamt seinem Wohnwagen, Engeln und Kobolden im Nebelweg ab. Ein Unwetter hatte ihn und sein Gefolge auf die Erde befördert und nun braucht er dringend Bens Hilfe, um Weihnachten vor dem Bösewicht Waldemar Wichteltod (Volker Lechtenbrink, der in zahlreichen Fernsehfilmen zu sehen war) zu retten. Dabei soll Ben Hilfe von seiner Schulbanknachbarin Charlotte (Mercedes Jadea Diaz) erhalten. Ob die beiden Kinder Weihnachten retten können und wie sich Niklas Julebukk als Weihnachtsmann auf der Erde schlägt, wird sich im November in den Kinos zeigen. Vor dem Kinostart steht aber immer noch jede Menge Arbeit, planmäßig sollen die Dreharbeiten im März beendet sein. Dazu sind aber noch viele Drehtage in München, dem Salzburger Land und im Studio in Köln nötig. In der Rheinmetropole werden vor allem die Aufnahmen gemacht, die digitalisiert werden. Gerade diese Vermischung von realen Schauspielern und digitalen Charakteren reizte die Produzentin, die durch die Verfilmung von Bibi Blocksberg bereits Erfahrungen mit Spezialeffekten gesammelt hat. "Solche Herausforderungen braucht man als Produzent einfach", so Reich.

Eine kleine Herausforderung ist wohl auch das Drehen mit Kindern, für Reich überwiegen hier allerdings die positiven Aspekte: "Mit Kindern zu arbeiten ist super. Oft bringen sie die Erwachsenen zu ganz anderen Leistungen." Außerdem sei das Arbeiten am Drehort entspannter, weil die Kinder diese Atmosphäre brauchen, um gute Leistungen zu bringen. Meistens seien neben Betreuerin und Lehrerin auch die Eltern anwesend und haben ein Auge auf ihre Kleinen. Das war bei Reichs Dreh der "Wilden Hühner" anders: "Da war es verpönt, wenn ein Elternteil am Drehort auftauchte", berichtet die Produzentin. Hier waren die jungen Darsteller allerdings auch keine Kinder mehr, sondern Jugendliche.

Egal, ob die jungen Darsteller zehn oder 15 Jahre alt sind - ihre Disziplin am Set ist mehr als beeindruckend. Während der Drehpausen in Altomünster hüpft der kleine Noah noch ganz Kind zwischen Kamera und Beleuchtung herum. Als er jedoch den Satz "Achtung, wir drehen" vernimmt ist er ganz in seiner Rolle. Er läuft zum zigsten Mal die Kirchenstraße hinunter und hinauf - ganz Profi. Und selbst wenn bis zu drei Leute gleichzeitig an ihm zupfen, um Frisur, Kleidung und Schulranzen an die richtigen Stellen zu rücken, der kleine Schauspieler bleibt unbeeindruckt. Reich erklärt: "Noah gehört einfach schon zum Team."

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