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Tierseuche

04.03.2011

Die Eselin hat niemanden angesteckt

Ausgedient haben die Warnschilder, die auf den jetzt aufgehobenen Sperrbezirk in Wulfertshausen und Teilen von Stätzling hingewiesen haben.
Bild: Foto: scha

Sperrbezirk in Wulfertshausen und Stätzling ist jetzt aufgehoben

Friedberg Die mit „ansteckender Blutarmut“ infizierte und im November zusammen mit ihrem Fohlen eingeschläferte Eselin aus Wulfertshausen hat keine anderen Einhufer angesteckt. Letzte Sicherheit gab jetzt eine zweite Testreihe im Abstand von drei Monaten bei zehn Pferden in der Umgebung. Das Landratsamt hat darum vorgestern den Ende Oktober eingerichteten Sperrbezirk in Wulfertshausen und Teilen von Stätzling aufgehoben.

Für Pferdebesitzer in diesem Bereich bedeutet dies, dass sie wieder ungehindert ausreiten dürfen. Wegen des Sperrbezirks galt laut Veterinäramt bislang die Einschränkung, dass Pferde den jeweiligen Betrieb bzw. dessen Koppeln nicht verlassen durften.

Gesund geblieben sind auch die beiden Pferde der Familie von Friedbergs drittem Bürgermeister Manfred Losinger. Dabei waren sie mit Eselsstute „Philomena“ und Fohlen „Friedolin“, die ebenfalls der Familie gehörten, auf einer Koppel gestanden. „Vielleicht haben wir Glück gehabt, vielleicht war die Ansteckungsgefahr auch nicht so groß, wie es zunächst hieß“, meint Manfred Losinger.

Dr. Herbert Pfaffenrath vom Veterinäramt verweist darauf, dass von der Blutarmut vor allem aus Rumänien stammende Einhufer betroffen waren, weniger deren Kontakttiere. Auch Eselin „Philomena“ stammte ursprünglich aus Rumänien. Für Pfaffenrath ist es damit ein „typischer Fall“. Rechtlich und fachlich habe es keine andere Möglichkeit gegeben, als die Einschläferung der Eselin anzuordnen. „Das war bitter“, sagt Losinger. Doch nun ist er erleichtert, dass die roten Sperrbezirksschilder verschwinden. (scha)

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