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Ehrenamt im Wittelsbacher Land

11.06.2015

Die Freiwilligenagentur bekommt Verstärkung

Bei der Freiwilligenmesse im vergangenen November zeigten Vereine und Organisationen, wie man sich im Landkreis engagieren kann. Auf unserem Bild führen Andreas Stegmann (links) und Christian Happach vom Kreisfeuerwehrs Verband vor, wie schnell Rauchalarm ausgelöst wird.
Bild: Archivfoto: Susanne Schöler

Ehrenamt Dass sich die zusätzliche Stelle lohnt, darin sind sich die Kreisräte einig. In einem Punkt bremsen sie jedoch Landrat Klaus Metzger, der eigentlich mehr wollte.

Aichach-Friedberg Im dritten Jahr ihres Bestehens ist die Freiwilligenagentur „Miteinand und füreinand im Wittelsbacher Land“, und alle sind voll des Lobes. „Was hier geleistet wird, ist mehr als aller Ehren wert“, findet Landrat Klaus Metzger (CSU). Darum entsprach der Kreisentwicklungsausschuss auch dem Antrag der Agentur-Leiterin Stefanie Kratzer, die sich personelle Verstärkung wünscht. Allerdings wollte die Mehrheit der Kreisräte die neue Stelle zunächst einmal nur befristet einrichten.

Stefanie Kratzer gab in der gestrigen Sitzung einen Überblick über die bisher geleistete Arbeit. So wurden mittlerweile 219 Personen – zu 80 Prozent übrigens Frauen – bei der Suche nach einer passgenauen ehrenamtlichen Tätigkeit beraten. 134 Kooperationspartner im ganzen Landkreis, vor allem im sozialen Bereich, nehmen Kratzers Dienste bei der Suche nach ehrenamtlichen Helfern in Anspruch. 100 Lesepaten sind an 15 Schulen des Wittelsbacher Landes tätig, 14 Familienpaten unterstützen derzeit Familien mit Kindern bis zu sechs Jahren. Nach der ersten Freiwilligenmesse, die mit 40 Ausstellern und 500 Besuchern im vergangenen November in der Friedberger Stadthalle stattfand, soll es 2016 eine Wiederholung in Aichach geben. Heuer ist am Samstag, 10. Oktober, ein Freiwilligentag mit Mitmachaktionen im ganzen Landkreis geplant. Außerdem betreut die Agentur landkreisweit 300 bis 400 Asylhelfer – mit steigender Tendenz. „Das Netzwerk wächst und wächst“, stellte Kratzer fest.

Sie selbst ist mit 35 Wochenstunden beschäftigt, ihre Mitarbeiterin mit acht. All diese Aufgaben lassen sich mit dem derzeitigen Personalstand kaum mehr bewältigen. Der Landkreis hat sich darum erfolgreich an dem Modellprojekt „Bürgerschaftliches Engagement“ beworben. In diesem Rahmen wird eine Kraft auf die Dauer von drei Jahren mit maximal 24000 Euro bezuschusst. Allerdings muss es mindestens eine halbe Stelle sein und sie muss neu eingerichtet werden.

Angesichts der Haushaltslage des Kreises und der großen Investitionen wollte eine Mehrheit im Ausschuss die neue Stelle aber nicht unbefristet einrichten, wie es der Landrat vorgeschlagen hatte. Unterstützung erhielt er nur von Xaver Hörmann (Unabhängige). So wurde die Befristung auf drei Jahre beschlossen. Schließlich läuft heuer im Herbst auch die bisherige staatliche Förderung für die Freiwilligenagentur aus, und der Kreis muss die Kosten von derzeit rund 70000 Euro pro Jahr komplett selbst tragen.

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