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Friedberg

03.12.2020

Die Krippen von Xaver Mayr gibt es jetzt auf dem Bauernhof

Elli und Xaver Mayr freuen sich über den Besuch ihrer Kunden im eigenen Geschäft in Holzburg.
Bild: Xaver Mayr Jun

Plus Krippenbauer Xaver Mayr aus Holzburg hat sein Hobby zum Geschäft gemacht. Nach der Absage des Friedberger Advents genießt er heuer die freie Zeit vor Weihnachten.

Dass die Bürger für Friedberg schweren Herzens den Friedberger Advent aufgrund von Covid-19 absagen mussten, ist für den Landwirt und Krippenliebhaber Xaver Mayr nicht ganz so dramatisch. „Dann machen wir halt mal Pause – nach 26 Jahren genießen wir die freie Zeit“, sagt der 61-Jährige. Zum Glück hatte er für den Adventsmarkt noch keine Waren bestellt und nicht so viel auf Lager wie sonst. Und er kann seine Krippen im eigenen Laden im Rieder Ortsteil Holzburg anbieten.

Seit 1990 verkauft er dort Krippen und die Figuren dazu in zahlreichen Ausführungen, 1994 kam dann der Stand in Friedberg dazu. Ein anderer Markt wäre für ihn auch nicht in Frage gekommen. Seine Frau Elli und seine Tochter Verena helfen immer sehr gerne mit am Stand.

Vom 3. bis zum 23. Dezember öffnet wieder der Friedberger Advent. Diesmal bieten 53 Händler ihre Waren an. Der Markt ist der Höhepunkt der Vorweihnachtszeit im Wittelsbacher Land
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Bild: Tom Trilges

Aus seinem Hobby hat Xaver Mayr aus Ried-Holzburg ein Geschäft gemacht

Aus einem Hobby und einer großen Leidenschaft wurde ein Geschäft. Sein Haupterwerb ist aber immer noch der Ackerbau. Letztes Jahr hat er in Tirol die Ausbildung zum Krippenbaumeister begonnen. Zu seinem Angebot gehören geschnitzte Krippen in unterschiedlichen Größen - in Natur oder bemalt. Die Krippenställe dazu fertigt er auch nach Kundenwunsch selbst an. Unter anderem hat er auch schon einige große Krippen für Kirchen gebaut und mit Figuren ausgestattet, die er aus Südtirol bezieht.

„Die Südtiroler sitzen förmlich auf ihren Holzschnitzereien, weil die meisten Weihnachtsmärkte ausfallen. Das ist für die Kunsthandwerker dort sehr schlimm. Wir können es etwas besser verschmerzen“, so Mayr. Mit dem Weihnachtsgeschäft am Friedberger Advent habe er zwar immer den meisten Umsatz im Jahr gemacht, aber es bringe nichts, zu jammern. Die Gesundheit gehe vor.

Ein virtueller Einkaufsbummel über den Friedberger Advent

„Ganz besonders bedanke ich mich bei Gerd Horseling von den Bürgern für Friedberg, dass er es möglich macht, über die Internetseite des Friedberger Advents die Waren präsentieren zu können“, sagt er. Hier lässt sich ein virtueller Einkaufsbummel rund um St. Jakob unternehmen.

Vieles hat Mayr vorrätig. Wenn jemand aber eine spezielle Krippe oder Figur sucht, dann kann er die Ware sehr kurzfristig aus Südtirol beziehen. Man kann bei ihm anrufen oder gerne persönlich in seinem Laden in Holzburg vorbeikommen.

In einer Serie stellen wir Fieranten des Friedberger Advents vor, um sie in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Dies ist Folge 2. Das nächste Mal geht es um Ilona Saddinow aus Ried mit ihrem Weihnachtsschmuck, den Sternen und Engeln.

Lesen Sie auch die Folge 1: Die Absage des Friedberger Advents war für sie ein schwerer Schlag

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