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Schmiechen

13.11.2018

Die Schmiechachhalle soll attraktiver werden

In der Schmiechachhalle soll die Gaststube renoviert werden.
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In der Schmiechachhalle soll die Gaststube renoviert werden.
Bild: Philipp Schröders

Die Gemeinde Schmiechen will die Gaststube moderner gestalten. Der Raum wird zwar genutzt, aber Bürgermeister Josef Wecker sieht mehr Potenzial.

Die Faschingsbälle, die Theateraufführungen oder die Bürgerversammlungen – alle große Veranstaltungen finden in Schmiechen in der Schmiechachhalle statt. Vor etwa 30 Jahren ist das Gebäude errichtet worden. Bürgermeister Josef Wecker kann sich gut daran erinnern. Damals war er zwar noch nicht im Amt, aber er packte mit vielen anderen Schmiechenern an, um die Halle fertigzustellen. „Die Firma hat damals nur einen Rohbau hingestellt. Der Rest ist in Eigenleistung geschehen“, sagt Wecker.

Ein Teil der Schmiechachhalle in Schmiechen soll renoviert werden

Nun soll ein Teil des Gebäudes renoviert werden. Grundsätzlich umfasst die Schmiechachhalle einen großen Saal, der mit Turnhallenboden ausgestattet ist und eine Bühne hat. Zudem gibt es die kleinere Gaststube mit Sitzgelegenheiten. Im Keller befinden sich eine Kegelbahn und die Schießanlage des Schützenvereins. Daran wird nichts geändert. Der Gemeinderat sieht aber Handlungsbedarf in der Gaststube. Der etwas kleinere Saal ist mit Tischen und Stühlen ausgestattet und hat eine Theke. In einem Nebenraum steht eine Küche bereit. „Früher ist hier sogar bewirtet worden, aber die Zeiten sind leider vorbei“, sagt Wecker. Einen neuen Pächter zu finden, hält der Bürgermeister für aussichtslos. In einer kleinen Gemeinde wie Schmiechen einen gastronomischen Betrieb zu etablieren, sei schwierig. Inzwischen vermietet die Gemeinde die Gaststube daher, zum Beispiel für Geburtstags- oder Kommunionsfeiern. Auch der Seniorenkaffee einmal im Monat werde gut angenommen.

Dennoch möchten der Bürgermeister und der Gemeinderat den Raum moderner gestalten, um einen attraktiveren Treffpunkt für die Bürger und Vereine zu schaffen. 50000 Euro werden dafür bereitgestellt. Das umfasst kleinere Verschönerungen, zum Beispiel werden die Polster der Bänke erneuert und die Lampen ausgetauscht. Des Weiteren soll die Akustik durch Schallschutzplatten an der Decke verbessert werden. Wichtig ist Bürgermeister Wecker zudem, dass die Toilette behindertengerecht ausgebaut wird. Sie ist zwar wie die Gaststube ohne Treppe zu erreichen, die Türe hat jedoch eine Schwelle, die Rollstuhlfahrern Probleme bereitet. In Schmiechen wird auf Barrierefreiheit geachtet. Der Sitzungssaal im Rathaus wird schon länger nicht mehr vom Gemeinderat genutzt. Er befindet sich im ersten Stock. „Ein Aufzug ist für uns finanziell nicht zu stemmen“, sagt Wecker. Seit Längerem trifft sich das Gremium daher selbst in der Gaststube der Schmiechachhalle, einer der Räte sitzt im Rollstuhl.

Ein Zugang zum Garten von der Gaststube aus ist eingeplant

Die Pläne zur Neugestaltung des Raums beinhalten auch, in die Außenwand eine Türe zum Garten einzubauen. Der ist bisher nur über Umwege erreichbar. Bürgermeister Wecker hofft, dass die Gaststube dadurch für Familien attraktiver wird. Bei schönem Wetter könnten die draußen sitzen und die Kinder im Garten spielen. Einen Architekten hat die Gemeinde für den Umbau nicht beauftragt. „Das machen wir selber“, sagt Wecker. Fünf Gemeinderäte bildeten einen Wirtshausausschuss, der die Planung ausgearbeitet hat und vorantreibt. „Der Wirtshausausschuss darf jetzt selbst Aufträge von bis zu 5000 Euro vergeben, damit das ganze schneller über die Bühne geht“, sagt Wecker. Der Bürgermeister ist davon überzeugt, dass in der Gemeinde Bedarf für einen gut ausgestatteten Raum herrscht. „Man muss das Ganze nur zeitgemäß gestalten.“ Bei der letzten Vereinsvertreterversammlung habe er beispielsweise angeregt, dass die Vereine abwechselnd einen Stammtisch ausrichten. So könne der Austausch untereinander belebt werden. „Eventuell gibt es auch noch ein paar Einnahmen für die Vereinskasse.“ Diese Idee sei gut aufgenommen worden. Der Bürgermeister sagt aber auch, dass es einzelne kritische Stimmen gibt. Es bestehe die Befürchtung, dass sich das Erscheinungsbild des Raumes zu sehr verändert. Aber Wecker beschwichtigt: „So viel wird ja gar nicht gemacht.“

Lesen Sie dazu auch die Meinung unseres Autors Philipp Schröders.

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