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Umwelt

29.05.2015

Die düsteren Prognosen haben sich nicht erfüllt

CSU informiert über Betrieb der Abfallverwertungsanlage

Eine große Zahl von Besuchern aus Rinnenthal, Rohrbach und Bachern folgte der Einladung des CSU-Ortsverbandes Rinnenthal zur Besichtigung der Abfallverwertungsanlage Augsburg. Ortsvorsitzender Matthias Stegmeir wies in seiner Begrüßung auf die schwierige Gründungsphase der AVA hin. Gegner hatten damals eine Vergiftung von Luft und Boden und untragbar hohe Kosten für die Müllgebührenzahler in einer von hohen Emotionen geprägten Diskussion vorausgesagt. Genau das Gegenteil sei jedoch eingetreten: Während die Alternativkonzepte der Gegner wie Hochdeponien oder Verschwelungsanlagen nicht realisierbar waren, entwickelte sich laut Stegmeir die Abfallverwertung Augsburg zu einem zuverlässigen und wirtschaftlich arbeitenden Entsorger und Energieproduzenten.

AVA-Geschäftsführer Dirk Matthies erläuterte die Entwicklung der Gesellschafterstruktur. Die AVA, die jährlich 115000 Tonen Abfall von 500000 Menschen in der Region entsorge, sehe den Abfall nicht nur als Rest-, sondern als Wertstoff. Zwischenzeitlich produziere die AVA Fernwärme für 23000 Haushalte und Strom für 20000 Haushalte. Die größte Dach-Photovoltaikanlage der Region mit einer Fläche von 8200 Quadratmetern liefert allein Strom für 270 Haushalte und vermeidet einen CO2-Ausstoß von 600000 Kilogramm. Die steigenden Erlöse aus der Energieproduktion und die technische Anlagenoptimierung tragen, so Dirk Matthies, erheblich dazu bei, dass die AVA die Kosten für die Stadt Augsburg und die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg seit Inbetriebnahme um 58 Prozent senken konnte. Eine ständige Optimierung der Feuerungs- und Filteranlagen sorgt dafür, dass die Emissionen seit Inbetriebnahme stets weit unter den vom Gesetzgeber festgelegten Werten liegen.

In der Diskussion wurde vor allem die Biogasvergärung angesprochen. So produziere dieser Anlagenteil nicht nur Gas, sondern auch Kompost und jährlich 14000 Tonnen Flüssigdünger für die Landwirtschaft. Weiter standen die Rauchgasreinigung, die Verwertung von Verkaufsverpackungen und die Frage, warum es im Landkreis kein Wertstoffholsystem gibt, im Mittelpunkt der Diskussion.

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