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Info-Schau in Friedberg

02.11.2014

Diese Messe packt die Besucher

An die 12 000 Besucher melden die veranstalter des Info-Schau von den drei Messetagen am Wochenende.
Bild: László Dobos

Viele Besucher kommen, auch die Sonne lockt sie zur Veranstaltung. Obwohl sie sehr erfolgreich ist, scheint ein Teilbereich nicht so gut zu funktionieren

Friedberg Internet hin oder her, der persönliche Kontakt scheint immer noch sehr wichtig zu sein. Besucher und Gewerbetreibende nutzten die Friedberger Info-Schau am Wochenende intensiv dazu, miteinander in Kontakt zu kommen. Von Freitag bis Sonntag kamen nach Schätzungen der Veranstalter an die 12000 Besucher. Eine von ihnen, Christine Tichawa, sagt über die gesellige Stimmung: „Hier ist es fast so gut, wie auf dem Altstadtfest.“

Die meisten Aussteller waren klassische ortsansässige Handwerksbetriebe oder Dienstleister, wie Elektriker, Metallbauer, Autohändler oder Gastronomen. Einige Aussteller stellten jedoch sehr neuartige, ausgefallene Produkte und Dienste vor. Außer Tier-Sittern war auch ein Anbieter eines neuen Picknick-Geräts da. Er zeigte einen Bollerwagen, den man in einigen Handgriffen in eine Biergarnitur umbauen kann. Gleich am Nachbarstand stellte eine Friedberger Firma dreidimensionale Fotografien vor. Der Kunde wird in einer Kammer von allen Seiten abgelichtet. Aus diesen Bildern errechnet ein Computer ein Modell. Und ein 3D-Drucker druckt dieses farbige Modell aus. Das Ergebnis ist ein kleine Figur, die aussieht wie der Kunde. Die Geschäftsführerin der Firma, Anja Lütke-Wissing, sagt, dass ihr neuartiges Produkt polarisierte. Einige begeisterte es, andere fanden es einen Schmarrn.

Begeistert schien ihre Tochter Annika über das große Angebot für Kinder auf der Info-Schau. Sie ließ sich ein Katzengesicht schminken, machte Buttons und formte Süßigkeiten aus Marzipan. Viele Stände boten kleine Aktionen für Kinder. Im Außenbereich der Info-Schau gab es auch viele Attraktionen für die Kleinen: ein Trampolin, die Simulatoren der Verkehrswacht, Busse und Gartenfahrzeuge von Ausstellern, bei denen sie sich ans Steuer setzen durften. So überrascht es nicht, dass unter den Besuchern auch viele Familien waren. Die Kinder konnten auch sehr selbständig das Messe-Gelände erkunden, das sich über die zwei Sporthallen an der Rothenbergstraße und deren Umgebung erstreckte. Die Straße war für den Verkehr gesperrt.

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Auch wenn das Schwerpunktthema, nämlich Familienbetriebe und Ausbildung, bei Firmen und Besuchern nur zweitrangig war, überwog bei den Ausstellern die Zufriedenheit. Die meisten von ihnen schätzten, dass heuer mehr Besucher kamen, als bei der vergangenen Info-Schau vor zwei Jahren. Ihre einhellige Meinung ist, dass die Veranstaltung nicht direkt dem Verkauf diene. Vielmehr sei der persönliche Kontakt wichtig. Es gehe darum, mit Interessenten und Kunden entspannt zu sprechen. So kann man die neuen Produkte vorstellen und erfahren, was die Kunden wollen.

Landrat Klaus Metzger lobte bei der Eröffnung am Freitag besonders die Vielseitigkeit des Angebots der mittelständischen Unternehmen im Landkreis. Dies zeige einmal mehr, „dass wir nicht auf Internetfirmen angewiesen sind“, betonte er. Zweiter Bürgermeister Richard Scharold hebt besonders das Engagement des Aktivrings hervor, ohne dessen unermüdlichen Einsatz diese Gewerbeausstellung gar nicht möglich gewesen wäre.

Auch Projekt-Leiter Daniel Schindler ist sehr zufrieden. Es kamen nicht nur viele Besucher, sie blieben nach seiner Einschätzung auch lange. Da das Wetter sonnig war, gingen viele zum Außenbereich der Messe. Schindler übernahm die Leitung der Info-Schau im Sommer, als es noch fraglich war, ob sie stattfindet. Nur wenige Aussteller hatten sich bis dahin gemeldet. Schindler konnte viele neue dazugewinnen. Nachdem er das große Interesse der Besucher am Wochenende sah, sagt er schlicht: „Ich bin sehr glücklich.“

Bei uns im Internet

Das Video zur Eröffnung der Friedberger Info-Schau.

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