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Sportler des Jahres

27.01.2019

Diesmal wird auch der Nachtisch genossen

Fast alle Monatssieger der Sportlerwahlen auf einen Blick (von links): Sponsor Thomas Kleiber (Radlbauer Steindorf, Lucky Bike.de GmbH), Jakob Stade, Sportlerin des Jahres Katharina Krupna, Regina Bayer, Marina Della Rovere, Sophia Nachbar, Jürgen Bretschneider, Lukas Heißler, Peter Kleist (Sportredakteur Friedberger Allgemeine) und Martina Hierle beim Festabend in Indichs Kussmühle.
Bild: Philipp Schröders

Die Ringerin Katharina Krupna aus Mering triumphiert. Beim Festabend erleben die Monatssieger gemütliche Stunden und haben die nächsten Wettkämpfe im Blick.

Überrascht war sie und nahezu sprachlos – aber sichtlich glücklich: Katharina Krupna, die Sportlerin des Jahres 2018 der Friedberger Allgemeinen. Verständlich, durfte sich die zwölfjährige Ringerin aus Mering beim Festabend in Indichs Kussmühle in Friedberg über einen Pokal, eine Urkunde, eine Tafel Schokolade und nicht zuletzt auch über einen Gutschein im Wert von 400 Euro freuen. Den hatte Thomas Kleiber vom Radlbauer Steindorf (Lucky Bike.de GmbH) gestiftet und an die glückliche Siegerin überreicht.

Und im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, ihrem Vereinskollegen Simon Sausenthaler, durfte sich das Mädchen nach dem Büffet auch die Nachspeise – Eis und Kuchen – schmecken lassen. Sausenthaler hatte damals darauf verzichten müssen, da am Tag nach der Feier die bayerischen Meisterschaften anstanden und er penibel auf sein Gewicht achten musste. „Wir haben heuer länger Zeit, Katharina bestreitet die bayerischen Titelkämpfe erst am 9. Februar in Neumarkt in der Oberpfalz“, erklärte Korbinian Krupna, der stolze Papa. Bis dahin hätte man das bisschen Nachspeise sicher abtrainiert, fügte er lächelnd an.

Die junge Ringerin hatte sich bei der Abstimmung letztlich klar durchgesetzt. Sie hatte die meisten Klicks im Internet, die meisten SMS und die meistem Telefonanrufe zu verzeichnen, und konnte es so auch verschmerzen, dass sie beim Voting der Jury nicht unter den Top Fünf gelandet war. 41 Punkte – von 48 möglichen – kamen so für sie zustand und damit verwies sie den Leichtathleten Jakob Stade aus Kissing (33) und den Tennisspieler Samuel Braun aus Friedberg (29) deutlich auf die Plätze zwei und drei.

Katharina Krupna hatte die Abstimmung gar nicht intensiv verfolgt, wie Papa Korbinian erzählte. „Wir haben sie nur ab und an mal nachschauen lassen, wie es im Internet steht“, meinte er.

Alle sind zufrieden

Auch alle anderen Platzierten waren zufrieden und genossen es sichtlich, einmal mit Sportlern aus anderen Bereichen ins Gespräch zum kommen. So stellten dann auch beispielsweise Leichtathletin Regina Bayer und Korbinian Krupna fest, dass „wir über mehrere Ecken eine gemeinsame Tante haben“, wie Bayer erzählte. Am gleichen Tisch machten Eiskunstläuferin Marina Della Rovere und Mama Sandra noch ein Selfie, ehe man sich mit der Ringerfamilie und der Leichtathletin intensiv austauschte. Für Della Rovere stehen in den nächsten Wochen Wettkämpfe wie die Bavarian Open an, doch zunächst gilt es, etwas Trainingsrückstand aufzuholen. „Sie war eine Woche krank“, teilte Sandra Della Rovere mit.

Bereits am Tag nach der Feier bzw. am Sonntag standen zwei weitere Monatssieger wieder aktiv auf der Bahn: Sophia Nachbar und Jakob Stade, die beiden jungen Leichtathleten. Sie gingen bei den bayerischen Hallenmeisterschaften in Fürth an den Start. Klar, dass auch noch intensiv mit Heinz Schrall, dem stellvertretenden Vorsitzenden des schwäbischen leichtathletik-Verbandes gesprochen wurde. Sophia Nachbar startete über die 60 Meter, Jakob Stade hat es mehr mit den längeren Strecken und nahm die 800 Meter in Angriff. „Für ihn wird es heuer schwer, es ist ein Übergangsjahr, er ist im jüngeren Jahrgang bei der U18“, meinte Mutter Silke. Trotz allem verfolgt der 15-Jährige das Ziel, die Zwei-Minuten-Marke zu knacken – „aber im Freien, nicht in der Halle“, wie Jakob mit einem Schmunzeln anfügte.

Andere haben noch etwas Zeit, ehe es wieder los geht. Die Jahn-Neunkämpferin Martina Hierle beispielsweise. „Bei uns wird’s erst im Mai ernst, aber dafür gleich mit den Landesmeisterschaften“, meinte sie. Und auch bei Motorsportler Jürgen Bretschneider wird es noch dauern, bis er wieder ins Cockpit steigt. Für ihn ist es momentan aber dennoch die wichtigste Phase des Jahres: „Wir müssen Sponsoren aquirieren und Gelder sammeln, wenn wir im Mai wieder fahren wollen“, so Bretschneider. Das bisschen Weihnachtsspeck loszuwerden, sei das kleinere Problem, fügte er lachend hinzu.

Einer kuriert eine Verletzung aus

Auch ein anderer Sportler muss noch bis Mai warten, bis er wieder Wettkampfluft schnuppern darf: Lukas Heißler. Der bayerische Trampolinmeister kuriert derzeit noch einen Kreuzbandriss aus, den er sich im vergangenen Juli bei einem Sturz auf dem Gerät zugezogen hatte und der im August operiert worden war. „Momentan geht außer Krafttraining nichts, aber das wird schon wieder“, meinte er optimistisch.

Zwei Monatssieger mussten passen: Tatjana Hesse war beim Skifahren und bei Samuel Braun – seines Zeichens gerade frisch gebackener schwäbischer U12-Hallenmeister – ging eine Familienfeier vor.

An allen Tischen wurde intensiv diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und die Leistungen der anderen bewundert. „Es ist toll, wenn man sieht, was von den Sportlern geleistet wird“, meinte Korbinian Krupna anerkennend. Für die Sportlerin des Jahres geht es wie gesagt am 9. Februar wieder um Meisterehren. Aber eines bedauert Katharina dann doch: Sie darf im Wettkampf keine Jungs mehr aufs Kreuz legen. „Schade, aber dann lege ich halt im Keller meinen Bruder und meinen Papa auf die Matte“, meinte sie und lächelte.

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