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Ortsplanung

06.07.2019

Dorferneuerung in Baindlkirch schreitet voran

Auch hier gestalten die Bürger mit. Das Interesse bei der Auftaktveranstaltung ist riesig

Die Ortsmitte Baindlkirch soll, wie berichtet, erneuert werden. Aufgrund der Größe von Baindlkirch und der vielen unterschiedlichen förderungsfähigen Handlungsfelder haben sich Bürgermeister und Gemeinderat auf eine sogenannte „umfassende Dorferneuerung“ geeinigt. Dabei steht die Mitwirkung aller Bürger im Fokus.

Kürzlich fand nun in Baindlkirch im Gasthof Giggenbach die Auftaktveranstaltung statt. Bürgermeister Erwin Gerstlacher wies die rund 70 Anwesenden noch einmal auf die umgesetzten Projekte hin, den Dorfplatz Sirchenried im Rahmen einer einfachen Dorferneuerung, die Ortsmitte Hörmannsberg (ELER Förderprogramm) und natürlich die Ortsmitte Ried im Zuge der Städtebauförderung. „Hier haben wir als Gemeinde schon fast ein Alleinstellungsmerkmal“, sagte Gerstlacher. „Wir sind in allen Förderprogrammen der Dorfentwicklung dabei.“

Vieles, was die Gemeinde in den anderen Orten dazu veranlasst habe, in die Dorferneuerung zu gehen, sei in Baindlkirch noch vorhanden, so das Gemeindeoberhaupt.

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Beispielsweise gäbe es noch einen Zahnarzt, Arzt, Lebensmittelladen, Gaststätten und vieles mehr. „Doch gibt es auch viele Möglichkeiten, das Vorhandene noch zu verbessern und gleichzeitig fördern zu lassen“, freute sich Gerstlacher. Dazu seien alle gefragt, betonte er. Die Dorferneuerung werde sich aber auf die nächsten Jahre hinziehen. Genehmigungen müssten eingeholt werden und Ähnliches, „aber wir werden Schritt für Schritt zum Ziel kommen, unsere Ortschaft Baindlkirch weiter zu entwickeln“, versprach der Bürgermeister.

Drei Haupthandlungsfelder (Fachkreise) hätten sich bei der Klausur in Thierhaupten bereits herauskristallisiert: „Infrastruktur/Energie“, „Natur/Umwelt/Freizeit“ und „Dorfgemeinschaft/Soziales“. Zugute komme der Gemeinde auch, so Gerstlacher, dass die Kommune innerhalb Baindlkirchs im Besitz von vielen Flächen sei. Die Fläche der Kirche könne langfristig gepachtet werden, Anfragen bei der Diözese seien bereits abgeklärt.

Betreut wird die Dorfentwicklung vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Das Planungsbüro Steidle und Felgentreu aus Kirchheim ist für die räumliche Fachplanung zuständig. Unter dem Motto „Lebendige Dörfer durch aktive Bürger“ stellte Landschaftsarchitektin Vanessa Steidle vom gleichnamigen Büro die Vorgehensweise vor.

So würde zuerst eine Bestandsaufnahme gemacht, das Selbstverständnis herausgearbeitet, Leitlinien entwickelt und danach ein Maßnahmenkatalog erstellt. Momentan seien vier Arbeitskreistreffen geplant, bei denen verschiedene Interessensgruppen wie Jugendliche oder Senioren oder auch Experten gehört werden sollen. So verteilte die Architektin bereits Listen, auf denen die Bürger vermerken konnten, was ihnen gefällt und was nicht. Abgefragt wird auch die aktive Einbringung vor Ort. Auf Listen konnten sich die Anwesenden bereits in einen der drei Fachkreise eintragen. Anregungen und Ideen könne man dem Büro auch gerne unabhängig von den Arbeitskreisen mitteilen: post@steidle-felgentreu.de.

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