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Hobby

24.05.2016

Ein Affinger taucht ab

Tauchen gehen sollte man nie alleine, weil der Sport nicht ungefährlich ist. Unter Wasser helfen Handzeichen, um sich zu verständigen.
Bild: Federico Gambarini (dpa)

Unter Wasser wirkt alles wie in einer anderen Welt. Das weiß auch der 24-jährige Philipp Minehart aus Affing, der regelmäßig das Atemgerät anlegt und sich ins Wasser stürzt.

Fische, glitschige Wasserpflanzen, keine Menschenseele – das Tauchen ist faszinierend. Auch wenn unter Wasser die Sicht oft trübe ist: Seit mehr als zwei Jahren taucht der 24-jährige Philipp Minehart aus Affing regelmäßig ab vom Alltag und begibt sich dabei in die Unterwasserwelt. „Ich liebe die Ruhe unter Wasser und die Tierwelt“, schwärmt er von seiner Leidenschaft.

Zusammen mit seinem Tauchsportverein aus Augsburg, den „Untertauchern“, geht es für ihn regelmäßig bis zu zwanzig Meter in die Tiefe. Damit er überhaupt so weit nach unten kommt, muss er sich einen Bleigürtel umschnallen. Zwischen Fischen und Pflanzen merkt er von dem schweren Gewicht nichts. Er schwebt viel eher. Doch der Metallgürtel ist nicht das einzige Ausrüstungsstück, wenn es in das kühle Nass geht. Philipp schlüpft davor in seinen Neopren-Anzug und zieht sich Handschuhe, Haube, Füßlinge, Flossen, Maske und Schnorchel an. Ein sogenanntes „Jacket“ hilft ihm dabei, den Auftrieb unter Wasser in unterschiedlichen Tiefen auszugleichen, damit er in Ruhe auf der gleichen Höhe schwimmen kann. „Tarieren“ nennt man das. Damit er dann auch unter Wasser atmen und sich orientieren kann, helfen ihm zusätzlich Geräte wie ein Atemsystem, ein Tauchcomputer, ein Flaschendruck-Messer – dem sogenannten „Finimeter“ sowie ein Tiefenmesser. Um seine Sicherheit zu erhöhen, nimmt er seine Ausrüstung in doppelter Ausführung mit.

Dass das Tauchen auch mit viel Respekt vor der Umwelt und einem hohen Maß an Verantwortung verbunden ist, zeigt sich darin, dass er einen Tauchschein benötigt, um sich überhaupt unter die Wasseroberfläche begeben zu dürfen. Dabei nimmt er spannende Erkenntnisse aus der Theorie für sich mit, wie zum Beispiel physikalische Grundlagen oder wie man am besten mit Ausrüstung und Umwelt verantwortungsvoll umgeht.

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Philipp hat unter Wasser schon einmal Panik bekommen

„Das Tauchen ist zwar ein sehr lernintensiver Sport, aber es macht riesigen Spaß“, sagt Philipp. Doch dass das stetige Lernen, eine ausreichende Erfahrung und auch der starke Zusammenhalt der Tauchgruppe bei Abenteuern unter Wasser unverzichtbar ist, erfuhr er bei einem Strömungstauchgang im Schottland-Urlaub mit Kumpels. „Ich bin mit meinen Freunden getaucht. Zuerst war es superschön. Doch bei 18 Metern Tiefe trieb mich die Strömung immer weiter hoch. Als ich Panik bekam, musste ich mich an einer Wasserpflanze festhalten, um mich zu beruhigen“, erinnert er sich. „Doch kurze Zeit später waren dann schon meine Freunde bei mir und brachten mich an die Oberfläche. Das war eine Erfahrung, die ich nicht vergessen werde“, erzählt er.

Trotz dieser Notlage ist die Faszination über die beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt nicht geringer geworden. Um die bestaunen zu können, müssen die Mitglieder des Vereins nicht einmal besonders weit fahren. Sie trainieren nahezu wöchentlich zum Beispiel im Friedberger Baggersee, erkunden den nahe- gelegenen Wünschsee in Gundelfingen oder den Auensee in Kissing. Doch neben den heimischen Gewässern locken auch Tauchgebiete in Österreich, zu denen der ganze Verein gemeinsam aufbricht. Philipp kommt mit den „Untertauchern“ also viel rum. Doch an ein Ereignis erinnert sich der Affinger noch besonders gerne: „Die coolste Reise mit meinem Verein war der Trip nach Schottland. Es war unglaublich toll!“

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