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Aktion

05.03.2016

Ein Friedberger Aufruf gegen Hass

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2 Bilder
Mit diesem Spruch setzt der Friedberger Wolfram Grzabka ein Zeichen gegen Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit.
Bild: Andreas Schmidt

Wolfram Grzabka fordert mehr Menschlichkeit. Wie er das bundesweit unter die Leute bringen will.

Mit seiner Aktion wird der Friedberger Künstler und Werbeagentur-Inhaber Wolfram Grzabka Zustimmung, aber möglicherweise auch Hass ernten. Doch Hass bringt nichts. Davon ist der Friedberger überzeugt. So kann und will es Grzabka nicht hinnehmen, was sich derzeit aus seiner Sicht in Deutschland abspielt: „Es kann nicht angehen, dass sich ein derart aufgeklärtes und gebildetes Land von einer pöbelnden Horde ewig Gestriger vorführen lässt.“ Dem setzt der Friedberger nun einen „Aufruf für mehr Menschlichkeit“ entgegen.

Ein abgewandelter Bibelspruch

Bundesweit will Grzabka dafür folgenden Satz unter die Leute bringen: „Wer Hass sät, wird nur Dummheit ernten.“ Dafür hat der Friedberger einen Bibelspruch aus dem Alten Testament (Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten. Ihre Saat soll nicht aufgehen ...) abgewandelt. Gedacht ist das, um ein Zeichen gegen Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Grzabka hofft, dass dies die Runde macht.

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Ab heute wird er seine Botschaft über das Internet und soziale Netzwerke verbreiten. Vorlagen beispielsweise für Profilbilder auf Facebook oder zum Drucken können heruntergeladen und frei genutzt werden. In einer ersten Auflage hat Grzabka außerdem 2500 Postkarten, 5000 Aufkleber sowie einzelne Banner drucken lassen. Der Künstler will die Aufkleber und Karten teilweise selber verteilen und verschicken, hofft aber auch auf viele, die sich ihm anschließen. An welche Adresse die Postkarten geschickt werden, bleibt jedem selber überlassen. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Grzabka.

Das regt ihn auf

Für ihn ist es nicht die Zeit, um die Hände in den Schoß zu legen. Der sonst so ruhige Friedberger zählt auf, was ihn aufregt: Die sprunghaft angestiegene Zahl von Anschlägen auf Asylunterkünfte, pöbelnde Massen auf den Straßen und menschenverachtende Sprüche von rechtspopulistischen Politikern auf Wählerfang. Darum startet Grzabka jetzt seinen Aufruf für mehr Menschlichkeit. (scha)

Frei nutzbare Druckvorlagen für Postkarten und Aufkleber mit dem Spruch sind im Internet abrufbar auf der Seite www.grzabka.com/aufruf.

Gedruckte Einzelexemplare kann man kostenlos anfordern mit einem frankierten und adressierten Rückumschlag an Wolfram Grzabka, Friedberger Berg 7, 86316 Friedberg, Kennwort: Aufruf.

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