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30.07.2010

Ein neuer Beruf für den König

Gar nicht langweilig wurde es den Zuschauern beim Schulspiel der Kissinger Grundschule. Foto: Grundschule Kissing
Bild: Grundschule Kissing

Kissing Aufgeregt warteten die Mitschüler in der Aula, bis, nachdem zu wilder Musik von der Orffgruppe ein erster Teufelstanz aufgeführt wurde, endlich der Vorhang aufging und den Blick freigab auf die Hölle. Dort loderten viele Flammen und die Großmutter liest den Teufeln von den Menschen vor. Der Oberteufel hat äußerst schlechte Laune, weil die Geschichten so langweilig sind, aber endlich liest die Großmutter von einem fiesen König vor und die Teufelchen sind zufrieden.

Schüler tanzen zur Musik von Strawinsky

Zur Musik von Strawinsky tanzen die Schüler und endlich geht die Geschichte los: König und Königin schreiten über die Bühne, der Müllerjunge trifft den König, der ihn umbringen lassen will, in einer Räuberhöhle helfen die Räuber mit einem gefälschten Brief, und statt getötet zu werden, darf der Müllerjunge die Prinzessin heiraten. Um sie zu behalten, muss er drei Rätsel lösen und wird er vom König, der ihn loshaben will, in die Hölle geschickt, wo er nicht nur drei goldene Haare vom Teufel mitbringt, sondern auch Gold und Edelsteine und den bösen König, der natürlich auch so viel Gold besitzen möchte, als Fährmann seiner gerechten Strafe zuführt.

Uschi Rolle als Leiterin der Schulspielgruppe verstand es, jeden Darsteller auf seine Rolle perfekt einzustimmen. Das vornehm schreitende Königspaar, die wilden Räuber und Teufel, die Großmutter, Prinz und Prinzessin, jeder gab sein Bestes. Die Orffgruppe unter Leitung von Susanne Hähnel und die Flötengruppe ließen mit ihrer rhythmischen "Teufelsmusik" die Spannung steigen. Besonders viel Eindruck machten die erstellten Bühnenbilder. Der Umbau von der Hölle zur gruseligen Räuberhöhle und zum prächtigen Königsschloss und die originellen Kostüme ließen die Zuschauer fast vergessen, dass es nur ein Märchen war.

Ein neuer Beruf für den König

Gespielt mit viel Begeisterung

Alle Darsteller machten ihre Sache prima, und dass man mit der Prinzessin mitfieberte, ob sie ihren Mann behalten durfte, lachte, weil die Räuber nicht zugeben wollten, dass sie nicht schreiben konnten oder den Atem anhielt, wenn die Großmutter dem Teufel die goldenen Haare ausriss, das war mit so viel Begeisterung gespielt, dass das ganze Ensemble zum Schluss stürmischen Beifall erhielt.

Und der König, der zum Schluss als Fährmann in einem Boot hin und her rudern musste, löste natürlich besonders viel Gelächter aus. (FA)

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