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Sportler des Monats

17.11.2017

Elegant, zielsicher, rasant

Miriam Berschneider vom TV Mering wurde heuer Vereinsmeisterin und ist auch als Funktionärin aktiv.
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Miriam Berschneider vom TV Mering wurde heuer Vereinsmeisterin und ist auch als Funktionärin aktiv.
Bild: Günther Widmann

Diesmal stehen eine Turnerin, ein Schütze und eine Wasserskifahrerin zur Wahl. Unsere Kandidaten können auch diesmal wieder bemerkenswerte Leistungen vorweisen.

Von Peter Kleist

Friedberg Sportlerinnen und Sportler aus unserem Verbreitungsgebiet erbringen immer wieder bemerkenswerte Leistungen. So auch unsere drei Kandidaten für die Wahl zum Sportler des Monats Oktober. Diesmal stehen eine Turnerin, ein Schütze und eine Wasserskifahrerin zur Wahl – und Sie als Leserin oder Leser unserer Zeitung können entscheiden, wer letztlich triumphiert und damit bei der Wahl zum Sportler des Jahres mitmachen darf. 

MiriamBerschneider Sie turnt, seit sie fünf Jahre alt ist, seit sie ihre Mutter damals beim TV Mering beim Kinderturnen angemeldet hatte. „Der Klassiker halt, und ich bin eben dabeigeblieben“, meinte die heute 29 Jahre alte Miriam Berschneider mit einem Schmunzeln. Die Meringerin wurde nun erstmals auch Vereinsmeisterin im Gerätturnen und diesen Erfolg sieht sie als ihren bislang größten an. „Ich denke, dass mir dieser Titel am meisten bedeutet. In den Jahren zuvor war ich schon einige Male Zweite und hatte manchmal auch ein bisschen Pech“, erzählt Miriam Berschneider. Sie kann auch auf andere sportliche Erfolge verweisen: so auf Platz 84 beim Wahlwettkampf beim Deutschen Turnfest in Berlin oder Platz zwei mit der Meringer Mannschaft beim Regionalentscheid, wo sie eine sehr gute Balkenübung zeigte. Überhaupt ist sie am Boden und auf dem Schwebebalken am erfolgreichsten, ihr Lieblingsgerät ist aber der Stufenbarren. Miriam Berschneider ist aber auch auf der Funktionärsebene sehr umtriebig. Sie ist Abteilungsvize beim TVM und als Trainerin tätig. „Beim Kinderturnen, beim Einrad mit Kindern und Jugendlichen und bei den Bewegungskünsten für Erwachsene – und wir haben auch eine Feuershowgruppe“, erzählt die Studentin, die in Augsburg den Masterstudiengang Informatik und Multimedia absolviert. Zwei bis dreimal jeweils zwei Stunden trainiert die Meringerin und faszinierend am Turnen findet sie, dass „man immer noch etwas Neues lernen kann.“

ChristianDenzl Bei einem außergewöhnlichen Wettkampf machte der Derchinger Luftgewehrschütze in diesem Jahr auf sich aufmerksam: beim Oktoberfestschießen in München. Der 28-Jährige belegte dort mit einem 11,1-Teiler – also einem Treffer, der elf Tausendstel Millimeter von der absoluten Mitte der Scheibe entfernt ist – den zweiten Platz. Damit wurde er bayerischer Landes-Vizekönig. Insgesamt nahmen in diesem Jahr rund 10000 Schützen an diesem Wettbewerb teil. „Das ist schon mein bisher größter Erfolg“, meinte Christian Denzl. Das Schießen im Schützenzelt auf dem Oktoberfest, bei dem ein Drittel aus Schießständen besteht, sei „etwas ganz Besonderes, ein ganz spezielles Event, das man einmal erlebt haben muss“, schwärmte er. Toll war auch die Siegerehrung am Fuße der Bavaria, bei der die Böllerschützen dann auch das Fest „abböllerten“. Mit 13 Jahren hat Christian Denzl mit dem Schießen begonnen. Im November 2001 machte er bei einem Probeschießen mit, im Frühjahr 2002 ging’s dann richtig los. Denzl, der bei der Firma Segmüller als Lagerist und Schreiner arbeitet, schießt für die Derchinger Waldhornschützen und war in der vergangenen Saison der beste Derchinger und mit einem Schnitt von 367,5 Ringen der zweitbeste Schütze der A-Klasse. 2017 wurde er zudem noch Gaukönig. Ein sportliches Ziel hat der 28-Jährige noch: „Ich möchte gerne mal wieder meine Partnerin besiegen“, meinte er mit einem Schmunzeln. Die heißt Sabrina Eckert und war 2016 deutsche Mannschaftsmeisterin und Bundesschützenkönigin. Zeit für Hobbys bleibt Christian Denzl, und da gibt es einige: Fahrradfahren, Fotografieren, Cross-Fit und nicht zu vergessen das Motorradfahren.

IsabelBossow Mit ihren 21 Jahren hat die Wasserskifahrerin des WSV Friedberg sportlich schon einiges erlebt. In der Saison 2017 stand die Studentin, die in Augsburg Lehramt für Gymnasium in Englisch und Religion studiert, bei internationalen Rennen der ITC-Tour ebenso auf dem Podest, wie bei den bayerischen und deutschen Meisterschaften. Auf Landesebene holte sie vier Titel und bei den deutschen Titelkämpfen landete Isabel Bossow in den vier Disziplinen Slalom, Trickski, Sprung und Kombination viermal auf dem zweiten Platz. Zum Abschluss holte sie sich in diesen Disziplinen auch noch die Stadtmeistertitel. Die 21-Jährige, die zwei Jahre bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Neubiberg diente, war dennoch nicht ganz zufrieden. „Die Ergebnisse waren schon okay, aber es wäre mehr drin gewesen“, meinte sie. Als einen ihrer größten Erfolge sieht sie den dritten Platz bei der Junioren-Europameisterschaft 2014 Slalom, auch mit dem deutschen Team stand sie bei der EM schon auf dem Treppchen. Heuer wäre sie für die EM in Polen qualifiziert gewesen, startete aber nicht. Wasserski fährt sie, seit sie acht Jahre alt ist. „Ich bin praktisch am See aufgewachsen, das war mein zweites Wohnzimmer“, sagte Isabel Bossow. Sie liebt den Sport, weil „ich draußen, auf dem Wasser sein kann, weil mich die Geschwindigkeit fasziniert und weil die Gemeinschaft im Verein toll ist.“ Bislang blieb sie – abgesehen von einer Gehirnerschütterung nach einem Sturz beim Springen – von Verletzungen verschont. Drei- bis viermal wird im Sommer trainiert und trotz allem bleibt auch Zeit für andere Hobbys. Die spielen sich dann eher im Winter ab. „Ich spiele noch Eishockey, gehe ins Fitnessstudio und unternehme viel mit Freunden“, erklärte sie.

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