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Mering

27.03.2017

Er dirigiert die Feuerwehrkapelle seit 25 Jahren

Die Feuerwehrkapelle Mering bereitet Stefan Nerlich (neben der Feuerwehrtafel) zu seinem Dirigentenjubiläum einen königlichen Empfang am Bahnhof.
Bild: Dieter Reinold

Wenige geben so lange bei ein und demselben Orchester den Takt an wie der Meringer Stefan Nerlich. Was sich der Verein zum Jubiläum einfallen lässt.

Als gerade mal 23-Jähriger hat Stefan Nerlich vor 25 Jahren das Dirigentenamt bei der Feuerwehrkapelle Mering übernommen. Zu seinem Dienstjubiläum planten die Musiker einen ganz besonderen „Tag für den Chef“ und überraschten ihn mit einem königlichen Empfang am Meringer Bahnhof.

Mit Unterstützung durch die DB Regio Bayern ging es zunächst mit dem Fugger-Express nach München und im Anschluss weiter nach Füssen. Dabei durfte der bekennende (Modell-)Eisenbahn-Fan einen längeren Blick in Führerstände verschiedener Fahrzeuge werfen und konnte an diesem Tag seine umfangreiche Fotosammlung mit Eisenbahnmotiven erweitern.

Wieder zurück am Meringer Bahnhof stand dann fast die gesamte Mannschaft der Feuerwehrkapelle im Durchgang zu den Gleisen, um ihren Dirigenten mit dem Ruetz-Marsch klanggewaltig in Empfang zu nehmen. Später wurde dann noch ausgiebig im Musikzimmer gefeiert.

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„25 Jahre als Dirigent einer Kapelle, da gibt´s nur wenige Kapellen, die mithalten können“ stellte Vorsitzender Harald Nerlich, der Bruder des Dirigenten, fest. Dass er einmal so lange als gewählter Dirigent an vorderster Stelle stehen wird, hatte er sich am Anfang seiner Musikerkarriere sicher nicht vorstellen können. Den ersten Musikunterricht erhielt Nerlich von dem Meringer Kirchenmusiker Paul Hartl am Akkordeon. Im Alter von zwölf Jahren sattelte er dann auf die Trompete um – ein Geschenk seines Opas. Das nötige Wissen gab ihm der damalige Leiter der Feuerwehrkapelle Mering, Georg Sommerreißer sen. weiter. Dieser hatte erkannt, dass Nerlich nicht nur das Talent sondern auch den Fleiß für die nötigen Übungsjahre mitbringt.

Mit gerade mal 23 Jahren konnte Nerlich dann die Feuerwehrkapelle als Dirigent übernehmen. „In den vergangenen 25 Jahren hat sich viel getan“, stellt Vorsitzender Harald Nerlich fest. „Fast das Einzige was aber konstant blieb ist unser Dirigent“. Darauf ist er sehr stolz und verweist auf die vielfältigen Aufgaben, die sein Bruder quasi nebenher mitmacht. Durch seine berufliche Tätigkeit als Geschäftsleiter beim Markt Mering kennt er natürlich „Mann und Maus“, ebenso gehört er bei der Feuerwehr Mering zum eher kleinen Kreis derjenigen, die dank der beruflichen Tätigkeit in Mering zu jeder Zeit zu den Einsätzen ausrücken.

Während sich Vorsitzender Harald Nerlich um die Kontakte mit der Musikkapelle Barbian aus Südtirol kümmert, ist die Partnerschaft mit der Union Musicale Amberieu Chef-Sache. Von der Quartiersuche beim Besuch der Partnerkapelle in Mering bis zur Moderation in französischer Sprache im vollbesetzten Bierzelt beim „Fete de la biere“ in Amberieu – mit viel Engagement und Spaß engagiert sich der Dirigent für diese Partnerschaft.

Bei seltenen Gelegenheiten kann man den Musiker Stefan Nerlich auch am Alphorn sehen. Öfter dagegen spielt er noch an der Ziach. So unterhält er gerne zusammen mit seinem Feuerwehrkollegen Christoph Heine ebenfalls an der Ziach die Fahrgäste, wenn es für die Feuerwehrkapelle mal wieder nach Amberieu oder Barbian geht.

Und noch etwas stellt Vorsitzender Harald Nerlich heraus: „Unser Dirigent übt hier ein Ehrenamt aus, ganz ohne jede Vergütung. Er richtet nicht nur die Notentaschen zum Transport her, sondern spült auch mal die Brotzeitteller ab.“

Und was sagt „der Chef“ selbst zu den letzten 25 Jahren: „Insgesamt auf jeden Fall eine tolle Zeit mit vielen schönen Erlebnissen auch wenn es zwischendurch mal nicht so läuft.“ Aktuell habe die Kapelle 27 aktive Musikanten mit einer großen Altersspanne von zehn bis 85 Jahren. „Das macht viel Spaß ist aber natürlich auch immer wieder eine echte Herausforderung.“

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