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Ried

07.03.2020

Erwin Gerstlacher will sich noch stärker für Jugendarbeit einsetzen

Erwin Gerstlacher will weiter in Ried als Bürgermeister arbeiten.
Bild: Erwin Gerstlacher

Plus Sieben Fragen an Erwin Gerstlacher (CSU), der weiter als Bürgermeister in Ried arbeiten will.

Erwin Gerstlacher tritt als amtierender Bürgermeister wieder zur Wahl an. Diesmal stellt sich in Ried kein weiterer Kandidat auf. Der 50-Jährige will vor allem den Wünschen und Anforderungen seiner Bürger gerecht werden. Das sei nicht immer einfach, sagt er.

Was ist Ihr wichtigstes Vorhaben?

Erwin Gerstlacher: Ich will unsere Gemeinde zukunftsfähig weiterentwickeln. Dazu gehören viele Dinge. Zwei Projekte haben wir mit der Städtebauförderung in Ried und der umfassenden Dorferneuerung in Baindlkirch bereits gestartet. Als herausragendes Projekt würde ich gerne wieder einen Arzt in Ried haben. Gespräche meinerseits hat es dazu schon gegeben. Ich hoffe, mir gelingt es, das Vorhaben in der nächsten Wahlperiode umsetzen zu können.

Welche politischen Fehler in Ihrer Gemeinde würden Sie gerne ungeschehen machen?

Erwin Gerstlacher: Da fällt mir nichts dazu ein. Jede Entscheidung, die in einer Gemeinde getroffen wird, hat seine Berechtigung. Und ich traue mir zu sagen, dass wir in unserer Gemeinde Ried, in den letzten Jahren, eine sehr tolle Entwicklung genommen haben.

Was wollen Sie für die Jugend in Ihrem Ort tun?

Erwin Gerstlacher: Die Jugendarbeit lief in der letzten Wahlperiode nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Leider gibt es in unserer Gemeinde kein Jugendparlament mehr, und auch unser Jugendraum steht seit einiger Zeit leer. Es ist ein Ziel für mich, die Jugend wieder stärker in unsere Gemeindearbeit einzubinden. Durch regelmäßige Jugendforen sollen die Jugendlichen wieder mehr Gehör bekommen. Sie sollen ihre Ideen einbringen können, und so aktiv am Gemeindegeschehen teilnehmen dürfen. Mir ist aber auch bewusst, dass das ganze Vorhaben nur gelingen kann, wenn die Jugendlichen dazu bereit sind. Jugendarbeit lässt sich nicht erzwingen.

Was brauchen die Senioren in Ihrem Ort?

Erwin Gerstlacher: Bei der Seniorenarbeit ist unsere Gemeinde bereits vorbildlich. Wir haben 2018 ein Quartierskonzept gegründet, und für unsere Seniorinnen und Senioren eine Kümmerin eingestellt. Hier wurden bereits viele Projekte umgesetzt. So gibt es gesellige Veranstaltung, aber auch die notwendige Hilfe bei Fragen zu Pflege und anderer wichtiger Dinge im Alltag unserer älteren Mitbürger. Ein wichtiges Thema wird in der nächsten Wahlperiode sein, wie sich geeignete Wohnformen für Senioren umsetzen lassen. Sei es betreutes Wohnen, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft oder barrierefreies Wohnen 60+. Hier gibt es, auf Anfrage mehrerer Bürgerinnen und Bürger, in Zukunft Bedarf. Und wir wollen es unseren älteren Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, in unserer Gemeinde zu bleiben.

Was sind Ihre persönlichen Untugenden?

Erwin Gerstlacher: Ich bin sehr ungeduldig. Das macht meine Arbeit als Bürgermeister oft nicht leichter. Ständig werden meine Vorhaben durch irgendwelchen bürokratischen Hürden ausgebremst.

 

Worüber können Sie lachen?

Erwin Gerstlacher: Über viele Gegebenheiten, die ich in meiner Jugend erlebt habe. Da gibt es so einige Anekdoten. Deshalb kann ich auch heute noch über viele Streiche unserer Jugend lachen, wo andere schon ein Drama daraus machen.

Was wird Ihre schwierigste Aufgabe als Bürgermeister?

Erwin Gerstlacher: Ich will den Wünschen und Anforderungen meiner Bürgerinnen und Bürgern an das Bürgermeisteramt gerecht werden. Dies ist oft nicht einfach, da ich mich an Vorgaben und Gesetze halten muss, und oftmals nicht nach freier Meinung entscheiden darf. Dies ist meine schwierigste Aufgabe, meinen Ansprüchen gerecht zu werden und es hier jedem recht zu machen.

Lesen Sie dazu auch: Kommunalwahl: Ried stellt sich den neuen Anforderungen

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