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Mering

21.07.2019

Feuerwehr Mering feiert mit großem Open Air

Zunächst noch auf Distanz zur Action auf der Bühne rückte das feierfreudige Publikum im Laufe des Abends und nach Einbruch der Dunkelheit immer näher.
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Zunächst noch auf Distanz zur Action auf der Bühne rückte das feierfreudige Publikum im Laufe des Abends und nach Einbruch der Dunkelheit immer näher.
Bild: Heike John

Beim Festival am Badanger heizt die Bayern-3-Band den rund 1600 Besuchern ordentlich ein.

Gut dass die Meringer Feuerwehr im Vorfeld zu ihrem Open-Air-Konzert noch eine landkreisweite Großübung im Flammencontainer anberaumt hatte. Denn heiß wurde es nicht nur den Kameraden und Kameradinnen im Dauereinsatz beim Service auf dem Festivalgelände, auch die Bayern-3-Band heizte dem Publikum ordentlich ein. Rund 1600 Gäste feierten ausgelassen und im friedlichen Miteinander das 150-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Mering.

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Der Augsburger Foodtruck mit den Kässpatzn im Angebot gab das Motto vor. „Feierwehr“ stand in großen Lettern auf dem früheren Feuerwehr-Mannschaftswagen, mit dem der Caterer an den Meringer Badanger gekommen war. War der Besucherstrom am Spätnachmittag nach Öffnung des Festivalgeländes noch zögerlich, so schienen kurz vor angekündigtem Beginn dann auch die Freitzeitler von den Badeseen zurückzukehren.

„Wir hätten noch Luft nach oben, aber das passt für uns perfekt“, kommentierte Felix Heine die Besucherzahlen. „Alles läuft gut und die Stimmung ist bestens“, registrierte der zweite Vorsitzende der Feuerwehr zufrieden.

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Aufs Open Air in Mering statt zum Friedberger Altstadtfest

„Hallo Mering“ rief DJ Tonic alias Frank Eickenbusch ins Mikro, als er ans Mischpult trat. Der Friedberger verzichtete auf das historische Festspektakel in seiner Heimatstadt, um auf dem Meringer Open-Air-Gelände für Stimmung zu sorgen. „Klasse Location habt ihr hier“, sagte er anerkennend. Der 35-Jährige, der auch bei der Silvesterparty im Friedberger Schloss aufgelegt hatte, gab alles an diesem Abend. Als Keyboarder in der Band sowie vor und nach dem Auftritt am DJ-Pult war er gut fünf Stunden im Einsatz. In der Kombination DJ und Band ist die Gruppe auch am letzten Tag auf dem Friedberger Volksfest am 18. August zu hören. Den sieben Musikern schien der Auftritt in Mering einen Riesenspaß zu machen.

Über zweieinhalb Stunden spielten sie ohne Pause Klassiker und Chart-Hits. Mit jedem Song, der lautstark mitgeträllert wurde, schien das über die Parkwiese verstreute Publikum näher zu rücken, um dann schließlich dicht gedrängt im bunten Lichtkegel der Musiker abzurocken.

Viele freuten sich, nur vom Hören bekannte Moderatoren live zu sehen. „Ich höre immer den Thommi Strottrop , sagte Anita Schneider und reckte den Kopf, um den Moderator hinter seinem großen Schlagzeug im vollen Einsatz zu erleben.

Und Sängerin Margit Zielay, die viele Hörer als Jinglestimme für das sanft geflötete „Bayern 3“ kennen, zeigte sich in Mering als Rockröhre mit enormem Stimmvolumen und Temperament. „Im Sender sitzt sie den ganzen Tag im Kabuff“, scherzte Edi van Beek. Als Frontmann mischt sich der Bayern 3-Musikchef erst einmal unters anfangs zögerliche Publikum, um die Stimmung ordentlich aufzuheizen.

Meringer Feuerwehr muss mehrmals Nachschub holen

Die schwüle Witterung tat ein Übriges, dass der „Durscht“ der Festivalgäste groß war. Mehrmals mussten die Feuerwehrler Nachschub an Getränken holen. „Vor allen Dingen der Aperol Spritz geht enorm gut und wir haben bereits zweieinhalb Kubikmeter Eis aus dem Feuerwehrhaus verbraucht“, berichtete Stefan Hacker, der für die Bar verantwortlich war. Zum Glück funktionierte die „Löschkette“ der Kameraden, die für Nachschub sorgten.

Am Samstagabend konnte man durchaus „rot sehen“, denn überall auf dem Festivalgelände waren die rund 80 Helfer der Feuerwehr mit ihren roten Open-Air-Shirts im Einsatz. Das Meringer Publikum gab sich genussvoll. Hier saßen Grüppchen auf der Wiese, dort unterhielten sich Freunde am Biertresen, daneben spielten Kinder und über das gesamte Festivalgelände verteilt herrschte gute Stimmung. „Einfach schön heute. Alle sind gut gelaunt, Jung und Alt feiern zusammen und die Band macht eine Bombenstimmung“, hörte man Lob von allen Seiten.

Unzufrieden waren manche Besucher mit dem Essensangebot. Mehr Auswahl und noch mehr Stände hätten dem Festival gut getan, hieß es. „Ein Anbieter ist uns kurzfristig noch abgesprungen, einer einfach nicht gekommen, mehr war uns nicht möglich“ kommentierte man von Seiten des Orgateams.

Für die Meringer Feuerwehr ist noch lange nicht Feierabend

Und so wurde eben mehr gefeiert und getanzt als gegessen. Beim Hit „Cordula Grün“ beleuchteten die Scheinwerfer stimmungsvoll mit Grünlicht die umliegenden Bäume „Komm lass ‘n bisschen noch zusammen bleiben. Nehmt die Flossen hoch“, so gab die Band von der Bühne herab mit dem Hit der „Fantastischen Vier“ das Motto aus. Das Meringer Publikum ließ sich das nicht zweimal sagen. Bei AC/DC mit „Highway to hell“ wurden die Handys in die Höhe gerissen und Frontman Edi van Beek stellte begeistert fest „Ihr wollt noch nicht heim, stimmt’s“?

Die letzte Stunde bis Mitternacht vergnügten sich die feierfreudigen Gäste noch einmal mit dem DJ-Mix von Frank Eickenbusch, bis dann nach Robbie Williams „Angel“ um Mitternacht der Ton abgedreht werden musste.

Für die Feuerwehr war damit noch lange nicht Feierabend, denn teilweise wurde das Equipment noch in der Nacht zurückgebaut. „Unglaublich viel Arbeit, aber man muss es ja auf unsere 150 Jahre runterrechnen“, kommentierte Feuerwehrler Lorenz Wiegleb mit einem Augenzwinkern das gelungene Open Air.

Viele Fotos vom Open Air gibt es in unserer Bildergalerie:

Rund 1600 Gäste sind gekommen, um mit der Feuerwehr das 150-jährige Bestehen zu feiern. Die Bayern-3-Band heizt dazu ordentlich ein.
90 Bilder
Großes Open Air der Feuerwehr am Meringer Badanger
Bild: Heike John
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