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Politik

11.01.2014

Freude an einer 80-Stunden-Woche

Peter Tomaschko, CSU-Kreisvorsitzender und Landtasgabgeordneter.

Seit drei Monaten vertritt Peter Tomaschko das Wittelsbacher Land im Maximilianeum. Er berichtet von den ersten Eindrücken, über seine Ziele und vom Kampf um freie Duschen

Aichach-Friedberg Als Berater beim Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband war Peter Tomaschko schon immer viel auf Achse. Dazu kam sein ehrenamtliches Engagement als Gemeinderat in Merching, Kreisrat in Aichach-Friedberg und Vorsitzender der CSU im Wittelsbacher Land. Seit Anfang Oktober hat sich sein Terminkalender noch mehr gefüllt. „80 Stunden in den Woche sind es schon. Aber ich sehe das nicht als Arbeit, sondern als etwas, das mir Freude macht“, sagt Peter Tomaschko über seine neuen Aufgaben als Landtagsabgeordneter.

„Es gefällt mir wahnsinnig gut“, lautet Peter Tomaschko Bilanz der ersten 100 Tage im Maximilianeum. Bereits am Dienstag nach der Wahl kam die neue Fraktion zum ersten Mal zusammen, drei Wochen darauf fand die konstituierende Sitzung der Landtags statt. Ein Sprung ins kalte Wasser, denn eine wie auch immer geartete Fortbildung zum Parlamentarier gibt es nicht. „Man muss sich seinen Weg suchen“, berichtet Peter Tomaschko.

Von Dienstag bis Donnerstag tagen die Arbeitsgruppen, die Ausschüsse und das Plenum in München, von Freitag bis Montag stehen Arbeit und Präsenz im Wahlkreis auf dem Programm. In Mering hat Peter Tomaschko – derzeit noch in provisorischen Räumen – sein Abgeordnetenbüro eröffnet, das vormittags von 8 bis 12 Uhr von einer Mitarbeiterin betreut wird. Neben dieser Teilzeitkraft beschäftigt Peter Tomaschko auch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin in Vollzeit, die ihm in München und in Mering zuarbeitet.

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Provisorisch und eher spartanisch ist auch Peter Tomaschko Stützpunkt in der Landeshauptstadt. Im Büro auf der Praterinsel gibt es auch eine Schlafcouch – „und morgens zieht man mit dem Waschbeutel in der Hand über die Flure“, lacht Peter Tomaschko. Früh aufstehen ist angesagt, um den Kollegen zuvor zu kommen und eine freie Dusche zu ergattern. Im April kann der Merchinger aber eine neue Bleibe beziehen, die gerade noch renoviert wird und künftig auch ein eigenes Bad bietet.

Doch wenn nicht gerade lange Abendveranstaltungen auf dem Programm stehen, fährt Peter Tomaschko ohnehin lieber nach Hause zur Familie, die für ihn trotz neuer Aufgaben weiterhin der Mittelpunkt bleibt. Auch im Wahlkreis begleiten ihn seine Frau Nicole und die beiden Zwillingsbuben Lukas und Stefan oft zu Veranstaltungen, wie es schon bisher der Fall war.

Für die Bürger bliebt Peter Tomaschko so als Abgeordneter sichtbar und gut erreichbar. „Ich möchte ein Kümmerer sein“, berichtet der 40-Jährige. In den vergangenen drei Monaten wurden bereits die vielfältigsten Themen an ihn herangetragen: von den Sorgen der Todtenweiser Familie Wackerl um ihre Pflegetochter über die Uranbelastung im Trinkwasser von Rehling bis zum Ärger mit dem Bauamt. „Ich kann bestimmt nicht zaubern, aber gewisse Hilfestellungen anbieten“, sagt Peter Tomaschko.

Darum gilt es nicht nur, im Landtag als Neuling Fuß zu fassen, sondern auch viele Kontakte zu knüpfen, zu Verbänden, zu Ministerien und anderen Dienststellen: „Die Gesprächspartner sind extrem aufgeschlossen.“ Auch bei den Bürgermeistern im Landkreis absolviert Peter Tomaschko seine Antrittsbesuche – wenngleich er dies derzeit mit Blick auf den Kommunalwahlkampf 2014 nicht forciert. Berührungsängste vor dem politischen Gegner, der die Chefsessel in den wichtigsten Kommunen des Wittelsbacher Landes besetzt, hat Peter Tomaschko aber nicht. Ebenso wie er auch mit seiner örtlichen Kollegin von der SPD, Simone Strohmayr, einen freundschaftlichen Umgang pflegt.

Denn wichtig ist für ihn, möglichst viel für seinen Wahlkreis herauszuholen im Wettkampf der 71 bayerischen Landkreis und 25 kreisfreien Städte um die staatlichen Fördermittel. „Da sind wir bisher gut weggekommen“, findet Peter Tomaschko: „Ich möchte daran anknüpfen.“

In den Ausschüssen kümmert sich Peter Tomaschko speziell um folgende Bereiche: Innenausschuss:  Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst, zivile Verteidigung; Bildungsausschuss:  Realschule, Schulen in kommunaler und freier Trägerschaft, Schulentwicklung, Umweltbildung. Er gehört außerdem der „Jungen Gruppe“ an, die sich mit den Themen der Altersgruppe bis 40 befasst und sich dazu auch bei eigenen Klausurtagungen trifft.

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