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Friedberg
27.08.2021

So klingt der Friedberger Musiksommer 2021

Die Fahnen kündigen diesmal den 20. Friedberger Musiksommer an, der am kommenden Mittwoch beginnt.
Foto: Gerd Horseling

Zum 20. Mal organisieren die "Bürger für Friedberg" das Festival. Was sie noch immer dazu motiviert und worauf sich das Publikum freuen kann.

Die Reaktionen des Publikums sind eindeutig: Wunderbar, zu hören, dass der Friedberger Musiksommer doch noch stattfinden kann!“ - „Meine Freunde und ich freuen uns so sehr, dass es wieder los geht.“ - "Irgendwie sind wir ja alle kulturell ausgehungert.“ Dieser Zuspruch motiviere die "Bürger für Friedberg" immer wieder, das Festival zu organisieren, sagt Gerd Horseling, der zusammen mit seiner Frau Anita sowie mit Martha und Franz Reißner und einer großen Helferschar nun schon in der 20. Auflage für dieses Kultur-Event sorgt. Dabei ist es in diesem Jahr besonders schwer, diese sechs Konzerte an fünf Tagen vom 1. bis 5. September zu realisieren.

Die Corona-Vorschriften erschweren die Organisation, die Besucherzahlen sind begrenzt und die Abstände müssen bei der Bestuhlung beachtet werden. Doch darin haben die "Bürger für Friedberg" bereits Erfahrung von den Open Airs mit „Harmonic Brass“ im Vorjahr sowie heuer Ende Juli. „Das hat alles gut geklappt, die Besucher waren sehr diszipliniert und haben sich an die Vorschriften gehalten“, sagt Martha Reißner.

Zwei Jazzkonzerte beim Friedberger Musiksommer

Und aus der Not wegen der Begrenzung der Besucheranzahl haben die Musiker eine Tugend gemacht, vor allem das immer sehr nachgefragte Jazz-Konzert findet dieses Jahr gleich zweimal statt, so dass alle Besucherwünsche berücksichtigt werden konnten.

Wegen der Corona-Beschränkungen liegt der Schwerpunkt des Friedberger Musiksommers in diesem Jahr auf der Kammermusik.
Foto: Andreas Schmidt (Archivfoto)

Das Programm unter der Leitung von Karl-Heinz Steffens ist in der Klassik heuer stärker kammermusikalisch geprägt, weil Konzerte mit einem großen Orchester in dieser Pandemie-Situation nicht zu realisieren sind. Doch die Nachfrage zeigt, dass die Mischung stimmt: „Wir spielen wieder Meisterwerke der klassischen Musik, quasi als Seelennahrung für unser treues Friedberger Publikum“, so Steffens, der dankbar ist, „dass die Friedberger nicht aufgegeben haben und uns Musikerinnen und Musiker wieder eingeladen haben.“

Für die „Bürger für Friedberg“ ist es ebenfalls ein Ansporn, den langjährig verbundenen Musikerinnen und Musikern in dieser schwierigen Zeit für die Kultur eine solche Bühne bieten zu können. Viele kommen immer wieder gerne nach Friedberg, insbesondere wegen der familiären Atmosphäre und der guten Betreuung durch viele Helfer aus dem „Freundeskreis Friedberger Musiksommer“.

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Erstmals gibt es ein Kinderkonzert beim Friedberger Musiksommer

Erstmals auf dem Programm steht ein Kinderkonzert, für Karl-Heinz Steffens eine Herzensangelegenheit: „Gemeinsam mit unseren Jüngsten verbringen wir eine spannende musikalische Stunde. Wir verwandeln uns in Detektive, suchen nach Themen und Motiven, entdecken spielerisch mit den Kindern den Spaß an abenteuerlichen Geschichten rund um die klassische Musik.“ Und Steffens selber wird auf dem Festival nicht nur als Dirigent zu erleben sein, sondern auch mit der Klarinette – sowohl im Jazz als auch in der Klassik. Ein Vorzug für die Friedberger Kulturfreunde, denn der ehemalige Solist der Berliner Philharmoniker greift nur noch ganz selten zu seinem Instrument – in seiner ehemaligen Wahlheimat jedoch immer. (AZ)

Und das steht auf dem Programm des 20. Friedberger Musiksommers:

  • Mittwoch, 1. September, 20.30 Uhr, Rothenberghalle: Jazzkonzert „Hot and Cool“. Das Friedberg All Star Tentett (Leitung Thomas Zoller) spielt Stücke von Count Basie, Kurt Weill, Duke Ellington, Art Blakey, Gil Evans, Clare Fischer in neuen Arrangements.
  • Donnerstag, 2. September, 20.30 Uhr, Rothenberghalle: Jazzkonzert (Wiederholungskonzert aufgrund der Corona-bedingt beschränkten Platzkapazität)
  • Freitag, 3. September, 19.30 Uhr, Rothenberghalle: Ein Abend deutscher Romantik. Dieser Abend steht musikalisch wie literarisch im Zeichen von Schumanns Märchenbilder, Webers Freischütz-inspiriertem Klarinettenquintett und Cesar Francks überwältigenden Klavierquintett. Schauspielerin Nadine Schori liest aus den, mal düster-spukhaften, mal skurril heiteren Balladen der Romantik.
  • Samstag, 4. September, 15 Uhr, Rothenberghalle: Kinderkonzert. Für die jüngsten Festivalbesucher gibt es eine spannende Stunde rund um die klassische Musik.
  • Samstag, 4. September, 19.30 Uhr, Rothenberghalle: Festkonzert. Der weltbekannte Bariton Roman Trekel singt Lieder von Hugo Wolf sowie die „Lieder eines fahrenden Gesellen“ von Gustav Mahler. Zur Aufführung gelangt das virtuose 5. Brandenburgische Konzert von Bach und in der Friedberger Bruckner-Tradition den ersten Satz der 7. Sinfonie in einer Bearbeitung für Kammer-Ensemble.
  • Sonntag, 5. September, 11 Uhr, Rothenberghalle: Matinee. Roman Trekel singt begleitet von Michal Friedländer die schönsten, gruseligsten und lustigsten Balladen von Carl Loewe und die Festival-Streicher spielen den Quartettsatz in c-moll von Franz Schubert.

Karten gibt es unter Telefon 0821/609299 oder mail: info@friedberger-musiksommer.de

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