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Friedberg

08.04.2019

Friedberg blüht am Marktsonntag auf

Fürs Fotoalbum: Das Ehepaar Linder aus Augsburg ließ sich auf der Couch mit ihrem Handy fotografieren.
Bild:  Sabine Roth

 Das neue Konzept mit dem Blumenfest in Friedberg überzeugt die Besucher. Das kam besonders an.

Es soll mehr passieren und mehr geboten sein in der Friedberger Innenstadt. Die Menschen sollen gerne an den Marktsonntagen kommen. Deshalb hat die Stadt gemeinsam mit dem Aktivring sich etwas einfallen lassen. Schon allein mit dem neuen Namen Blumenfest ist ihnen das gelungen. Die Leute wurden damit neugierig gemacht. Wie das Ehepaar Linder, das extra aus Augsburg nach Friedberg kam. „Das Wetter passt, die Sonne scheint. Dann sind wir losgefahren. Es ist schön hier“, so das Ehepaar.

Die Stadt lebte auf an diesem ersten Marktsonntag. Vor vielen Geschäften waren grüne Teppiche mit bunten Blumentöpfen dekoriert. Das Konzept ging auf, obwohl man Bedenken hatte, weil zeitgleich zwei Messen und ein verkaufsoffener Sonntag in Aichach stattfanden. „Das war ein sehr guter Marktsonntag. Allen Unkenrufen zum Trotz ist Friedberg attraktiv und die vielen Menschen zeigten uns, dass wir es richtig gemacht haben“, so Manuel Weindl vom Aktivring. Wichtig war für den Aktivring, dass das gemeinsame Zusammenspiel mit der Stadt gut funktioniert hat.

So viele Besucher wie selten zuvor

Nursel Haltmayer, die Storeleiterin der S. Oliver-Filiale in der Ludwigstraße freute sich: „So viele Leute waren schon lange nicht mehr an einem Marktsonntag da.“ Viele Geschäftsleute ließen sich auch etwas einfallen. So spielte vor dem Fotostudio Hatzold eine Zweimann-Band und dahinter waren Fotowände mit bunten Blumen, vor denen man sich fotografieren lassen und das Foto gleich mit nach Hause nehmen konnte. Daneben sprühte Ursula Eschbach grüne Farbe auf ein Model, das nach dem Bodypainting als Insekt herumlief und alle Blicke auf sich zog. „Nachdem sie aussterben, müssen wir sie selbst machen“, so Eschbach. Vor dem Geschäft „Vom Fass“ und dem Barbetrieb standen zwei Sofas rundum mit Blumen geschmückt. Dort konnte man sich ausruhen und ein Selfie von sich machen lassen. „Das kam sehr gut an“, so Ulrich Roth, der Inhaber vom Fass. Ulrike Sasse-Feile vom Verkehrsverein ist zufrieden: „Wir haben alles richtig gemacht. Man bekommt richtig Lust auf das Blumenfest.“

300 Blumentöpfe für die Kartei der Not

Auch das Rahmenprogramm begeisterte die Besucher. So malten Sechstklässler der Konradin-Realschule als Willkommensgruß mit Kreide bunte Blumen auf den Friedberger Berg. Bei Luisa Weindl und Johanna Tillmann durften Kinder auf ein ausgehöhltes Ei ein Gesicht malen und es mit Erde und Hafersamen füllen. Vor dem Marienbrunnen konnte man Veilchen für je einen Euro kaufen und auf eine Blumenbank stellen. Insgesamt waren es 300 Blumentöpfe. Der Erlös geht nun an die Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung.

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