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Tourismus

05.03.2011

Friedberg live im Internet

Unter www.friedberg.de ist jetzt ein Werbefilm zu sehen, der für einen Besuch in Friedberg werben soll.

Stadt überarbeitet die Homepage. Neuer Werbefilm ist online. An der Installation von Webcams scheiden sich jedoch die Geister

Friedberg Die Stadt Friedberg hat ihren Internetauftritt überarbeitet. Seit Kurzem präsentiert sich die Homepage www.friedberg.de in einem neuen Design, und seit gestern ist dort auch ein vier Minuten langer Werbefilm über die „altbayerische Herzogstadt“ zu sehen. Im Sport- und Kulturausschuss wurde der Streifen vorgestellt, den der Aichacher Filmemacher Klaus F. Linscheid gedreht und die Stadtsparkasse Augsburg gesponsert hat. Eine ausführliche Diskussion entzündete sich aber am Plan, per Webcam auch Livebilder aus Friedberg ins Internet zu stellen. Nach kontroverser Debatte gab es dafür eine Mehrheit im Ausschuss.

Personen dürfen nicht erkennbar sein

Die nötigen Kameras sind bereits vorhanden, berichtete Frank Büschel, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zuständig ist. Sie wurden bislang nur beim Altstadtfest eingesetzt und sollen jetzt fest installiert werden. Gezeigt werden sollen der Marienplatz, das Wittelsbacher Schloss, die Altstadt und die Ludwigstraße. Die zum Teil privaten Gebäudeeigentümer haben bereits ihre Zustimmung signalisiert, auch der Bayerische Datenschutzbeauftragte hat keine Einwände, sofern die rechtlichen Vorgaben eingehalten werden. So dürfen weder Personen noch Autokennzeichen exakt erkennbar sein, und die Bilder werden weder bearbeitet noch gespeichert.

Bedenken äußerte dennoch Marion Brülls (Grüne). Es stimme nicht, dass man Menschen auf den Webcm-Bildern nicht erkennen könne, sagte sie. „Man muss nicht jeden Unsinn mitmachen“, sagte Norbert Lenhart (SPD/Parteifreie Bürger). Auch sein Fraktionskollege 2. Bürgermeister Roland Fuchs bekannte: „Persönlich brauche ich das nicht. Jeder soll für sich selbst entscheiden, ob er meint, Friedberg muss modern werden.“ Vor allem bei der CSU verspricht man sich jedoch einen Werbeeffekt für Friedberg. Heinz Schrall regte an, auch am Friedberger See eine Kamera zu installieren. Sven Güntner sah darin einen Beitrag zur Tourismuswerbung. Am Ende gab es acht Stimmen für die Übertragung der Bilder, vier Stadträte von Freien Wählern, Grünen und SPD/Parteifreien Bürgern waren dagegen.

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