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Finanzen

31.05.2019

Friedberg will Vereine stärker fördern

Rund 6000 Kinder und Jugendliche sind Mitglied in Friedberger Vereinen. Die Stadt unterstützt das mit Zuschüssen.

Die Zuschüsse steigen zwar bereits seit Jahren kontinuierlich an. Der Bürgermeister meint aber, dass die Stadt sich das leisten kann und sollte.

Rund 6000 Jugendliche sind Mitglieder in Friedberger Vereinen. Die möchte der Finanzausschuss noch mehr unterstützen als bisher. Doch es gibt auch einen Stadtrat, der meint, es sei ein Punkt erreicht, an dem sich die Vereine langsam zufrieden geben müssen.

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Mit 13:0 Stimmen herrschte große Einigkeit, dass die von den beiden Sportpflegern Elisabeth Micheler-Jones und Heinz Schrall (CSU) eingebrachten Beschlussvorschläge angenommen werden sollten. Diese Entscheidungen gehen nun als Empfehlung an den Stadtrat, der wiederum noch zustimmen muss. Unter anderem würde bei Annahme der Beschlüsse des Finanzausschusses der Jahreszuschuss zur Jugend- und Vereinsförderung von 32 auf 35 Euro pro Kopf steigen. Die dafür nötigen rund 16.000 Euro waren im Doppelhaushalt 2019/20 bereits zurückgestellt worden. Zudem möchten die Lokalpolitiker eine zehnprozentige Zuschusskürzung, die die Vereine seit 2003 jährlich von den an sie verteilten freiwilligen Leistungen der Stadt zurückzahlen mussten, aufheben. Als dritter und letzter Punkt könnte der Anteil der Stadt beim Bau von Jugendräumen von 13,5 auf 15 Prozent ansteigen.

Friedberger Vereine haben Probleme bei Bauprojekten

Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) erklärte, dass die zehn Prozent Rückführung durch die Vereine aus einer Zeit rührten, als es der Stadt Friedberg finanziell deutlich schlechter gegangen sei als heute. „Wir können es uns Stand jetzt finanziell leisten sie zu streichen“, sagte er. Immer mehr Vereine hätten Probleme die Eigenleistung bei Bauprojekten zu erbringen und vor allem aktuell gebe es zahlreiche Vereine, die solche Vorhaben planen. Eichmann schränkte aber ein: „Klar muss sein, dass das freiwillige Leistungen der Stadt sind. Das heißt, wir können sie stoppen, wenn es im Haushalt mal wieder schlechter aussieht als derzeit.“

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Kritisch äußerte sich Peter Feile (SPD) zur Entwicklung bei den Zuschüssen: „Ich habe mal nachgerechnet. Seit 2003 sind sie um 124 Prozent gestiegen. Es gibt durchaus auch andere Aspekte, die wichtig sind. Die Stadt tut wirklich schon viel für Vereine.“ Tatsächlich betrug die Inflationsrate im Zeitraum seit 2003 nur 26 Prozent. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass in den vergangenen Jahren auch die Auflagen strenger geworden sind, zuvorderst beim Thema Brandschutz.

Vereine fördern Zusammenhalt und Gesundheit

Bürgermeister Eichmann unterstrich vor allem die Bedeutung der Sportvereine für Zusammenhalt und Gesundheit der Gesellschaft. „Augsburg geht es finanziell deutlich schlechter als uns, aber auch die leisten sich eine großzügige Förderung“, führte er aus. Sobald die Vereine nicht mehr in der Lage seien, zu investieren, bliebe ihnen auf lange Sicht der Nachwuchs weg, gab Eichmann zu bedenken. Ohnehin gebe es immer weniger Jugendliche in Friedberg.

In Zukunft müsse die Politik neue, effektive Formen der Unterstützung in diesem Bereich finden. Das sah Johanna Hölzl-Dibba (Grüne) ähnlich. Sie forderte zudem eine striktere Trennung in Jugendförderung auf der einen und generelle Förderung von Vereinen und Projekten auf der anderen Seite. Solche generellen Fragen möchte Eichmann lieber erst in der nächsten Wahlperiode ab 2020 angehen, gab er zu verstehen.

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