1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Friedberger CSU setzt auf Teamgeist

Wahl in Friedberg

08.11.2019

Friedberger CSU setzt auf Teamgeist

Als Team präsentierten sich die Stadtratskandidaten der Friedberger CSU gemeinsam mit ihrem Bewerber um das Bürgermeisteramt, Florian Fleig (vorn mit Moderatorin Svenja Sellnow). Im Hintergrund Paul Trinkl, Petra Gerber, Gerhard Straßer, Heinz Schrall, Florian Wurzer, Hansi Held und Wolfgang Spring. 
Bild: Thomas Goßner

Florian Fleig will sich als Gegenentwurf zum amtierenden Bürgermeister präsentieren. Statt Shows und Alleingängen soll die Stadt gemeinsam vorangebracht werden.

Mit einem klaren Votum schickt die CSU Friedberg ihren Bürgermeisterkandidaten Florian Fleig in den Kommunalwahlkampf 2020. Die Stadtverbandsversammlung nominierte ihn mit 92,2 Prozent und segnete die vorbereitete Stadtratsliste ohne Änderung ab. Fleig betonte, zusammen mit den Bewerbern als Team antreten zu wollen. „Wir brauchen keine Show und keine Alleingänge des Bürgermeisters“, betonte er in seiner kurz gehaltenen Rede.

66 Delegierte und viele Gäste hatten den Weg in den Brauereigasthof im Felde gefunden, sodass sogar noch nachträglich Tische und Stühle herbeigeschafft werden mussten. „Ich kann mich nicht erinnern, dass der Saal in den letzten 20 Jahren so voll war“, sagte der Vorsitzende des CSU-Stadtverbandes und stellvertretende Landrat Manfred Losinger bei seiner Begrüßung. Er räumte ein, dass es nicht einfach werde, einen amtierenden Bürgermeister aus dem Sattel zu heben: „Aber die CSU ist groß genug und stark genug“, betonte er.

Ein gebürtiger Friedberger

Aus Losingers Sicht ist Florian Fleig ein Glücksfall. Der 37-jährige Rechtsanwalt ist gebürtiger Friedberger und in Wulfertshausen aufgewachsen. Nach dem Abitur absolvierte er seinen Zivildienst im Pro-Seniore-Heim und studierte Jura in Augsburg. Im Anschluss an sein Referendariat arbeitete er als angestellter Anwalt in der Kanzlei Steber, die er nach dem plötzlichen Tod der Chefin übernahm. Fleig hat eine Lebensgefährtin und eine dreijährige Tochter.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

1999 ist Florian Fleig der Jungen Union beigetreten

Seit 1999 gehört er der Jungen Union und seit 2004 der CSU an. Von 2006 bis 2015 war er Vorsitzender der JU Friedberg und führte zeitweise auch den Kreisverband. 2015 übernahm er den Vorsitz der CSU Friedberg. Losinger schilderte ihn als ruhig, sympathisch, analytisch und Teamspieler. Damit sein Fleig ein Gegenentwurf zum jetzigen Bürgermeister.

„Er ist ein Kandidat, zu dem man der CSU nur gratulieren kann“, sagte der Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko in seinem Grußwort. Fleig könne durch seine Erfahrung und seine berufliche Qualifikation auf die Bürger zugehen und auch die Verwaltung führen und leiten. Tomaschko er betonte die Notwendigkeit, in der Kommunalpolitik zusammenzuarbeiten. „Wir werden nur vorankommen, wenn wir uns als Team aufstellen. Einer allein kann wenig oder gar nichts bewirken“, betonte er.

„Einer für alle, alle für Friedberg“

Als äußeres Zeichen dieses Teamgeistes präsentierten sich die Stadtratskandidaten bei ihrer Vorstellung in schwarzen T-Shirts, die jeweils einen Buchstaben auf dem Rücken trugen und zusammen die Worte bildeten „Einer für alle, alle für Friedberg“. Die 30 Kandidaten auf der CSU-Liste decken das gesamte Stadtgebiet ab. Der Altersdurchschnitt liegt bei 43,7 Jahren, neun Bewerber sind jünger, als 35. Sieben Frauen stehen 23 Männern gegenüber.

Fleig bescheinigte dem amtierenden Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) in seiner kurzen Vorstellungsrede, mehr auf Schein als auf Sein zu setzen. Bei den wichtigen Themen der vergangenen sechs Jahre bleibe häufig nur ein Fragezeichen: Bauhof, Veranstaltungssaal, Parkdeck am Bahnhof. Selbst den Wohnungsbau und die Ortsentwicklungskonzepte gebe es nur, weil die CSU die entscheidenden Anträge dazu gestellt habe. „Die Projekte müssen endlich angestoßen und verwirklicht werden“, sagte Fleig.

Friedberger CSU startet den Wahlkampf im Januar

Richtig starten will die CSU den Kommunalwahlkampf im Januar. Wichtige Themenfelder sind dabei die Entwicklung der Stadt- und Ortsteile, Leben und Wohnen in Friedberg und auch der aktive Schutz der Umwelt.

Dies sind die Kandidaten der Friedberger CSU für den Stadtrat:

  • 1. Florian Fleig, Friedberg
  • 2. Simone Losinger, Wulfertshausen
  • 3. Thomas Kleist, Friedberg
  • 4. Richard Scharold, Friedberg
  • 5. Manfred Losinger, Wulfertshausen
  • 6. Paul Trinkl, Ottmaring
  • 7. Petra Gerber, Friedberg
  • 8. Gerhard Straßer, Rohrbach
  • 9. Heinz Schrall, Friedberg
  • 10. Andreas Beutlrock, Haberskirch
  • 11. Florian Wurzer, Wiffertshausen
  • 12. Hansi Held, Rederzhausen
  • 13. Wolfgang Spring, Friedberg
  • 14. Sabine Kleist, Friedberg
  • 15. Maria Zangl, Rederzhausen
  • 16. Silke Plettig, Derching
  • 17. Christian Gumpp, Friedberg-West
  • 18. Rainer Scheuffele, Harthausen
  • 19. Lars Wegmann, Rinnenthal
  • 20. Thomas Rummel, Derching
  • 21. Michael Sedlmeyr, Derching
  • 22. Elena Mayer, Friedberg
  • 23. Max Gerber, Friedberg
  • 24. Roland Weis, Stätzling
  • 25. Robert Höck, Friedberg
  • 26. Rainer Hurler, Wulfertshausen
  • 27. Christian Kruppa, Hügelshart
  • 28. Carsten Krois, Friedberg
  • 29. Florian Croseck, Wiffertshausen
  • 30. Franziska Trinkl, Ottmaring

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Thomas Goßner Was Eichmann im Friedberger Wahlkampf zu fürchten hat

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren