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Friedberg

06.04.2019

Friedberger Fasching: Stadt lobt die Tiefgaragenparty

In einem abgesperrten Bereich der Tiefgarage gab es dieses Jahr im Friedberger Fasching Cocktails und Longdrinks für volljährige Partygäste.
Bild: Vanessa Polednia

Auch die Sicherheitskräfte sind zufrieden mit dem Jugendclub aus Friedberg als Veranstalter der Tiefgaragenparty im Friedberger Familienfasching.

Es war ein Probelauf: Nach mehreren Jahren hat der Jugendclub die Tiefgaragenparty am Faschingsdienstag erstmals wieder selbst veranstaltet. Zwischenzeitlich war die Stadt eingesprungen, weil es Entgleisungen gegeben hatte. Und nachdem einige Jahre lang hochprozentiger Alkohol strikt verboten war, gab es dieses Jahr erstmals wieder Cocktails. Würde das gut gehen?

Fasching: Bilanz der Tiefgaragenparty in Friedberg positiv

Bei einer Nachbesprechung von Stadt, Polizei und Rettungsdiensten sei das Fazit positiv, meldete der städtische Pressesprecher Frank Büschel. Bürgermeister Roland Eichmann sagte: „Nach der vorläufigen Bilanz stelle ich fest, dass die Regelung des Probebetriebs tragfähig ist. Der Jugendclub hat gezeigt, dass er mit der Thematik verantwortungsbewusst umgehen kann.“ Auch der Jugendclub selber sieht den Verlauf als gelungen an. 800 junge Leute besuchten die Veranstaltung.

Die Sicherheitskräfte zeigten sich laut Büschel zufrieden mit der Zusammenarbeit und Verlässlichkeit von Abmachungen mit dem Jugendclub als Veranstalter. Das Rote Kreuz hatte für den Tag einen Anstieg der Patienten um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gemeldet, auch der übermäßige Alkoholgenuss sei gestiegen. Deshalb mussten mehr junge Leute ins Krankenhaus.

Ein direkter Zusammenhang mit dem Ausschank harter Alkoholika in der Garage könne aber nicht automatisch hergestellt werden, hieß es. Die Polizei habe beobachtet, dass viele Besucher schon „vorgeglüht“ hätten. Ob der Jugendclub die Party nächstes Jahr noch einmal veranstaltet, muss im Juni der Kulturausschuss des Stadtrates entscheiden.

Erstmals wieder härterer Alkohol bei Tiefgaragenparty

Der Jugendclub selber zog ebenfalls eine positive Bilanz der Veranstaltung, die von 15 Uhr bis Mitternacht in der Garage Ost über die Bühne ging. Es gab Musik von einem DJ und drei Bars. An zwei Bars wurden branntweinfreie Getränke ausgeschenkt, eine dritte für den Ausschank von Longdrinks und Cocktails nahm im Laufe des Abends ihren Betrieb auf. Um dem Jugendschutz genüge zu tun, war dieser Bereich abgetrennt und wurde eigens kontrolliert.

Der Abend sei für den Verein ein voller Erfolg gewesen, so Vorsitzender Markus Hupfauer. Zum ersten Mal seit 2012 konnte die Party eine positive Bilanz generieren– und das ohne städtischen Zuschuss. Außerdem sei die Veranstaltung, abgesehen von einigen „Kleindelikten“, friedlich verlaufen. Hupfauer bedankt sich bei den vielen jungen Helfern, aber auch bei Feuerwehr und Rotem Kreuz.

Der Verein möchte die Veranstaltung 2020 gerne wieder in die Hand nehmen. Doch es soll auch Veränderungen geben. Die Farbe für die Stempel zur Alterskontrolle war durch den Regen stark verwässert. Daher wurden in der Garage die Ausweise kontrolliert, vor allem am Eingang in den Barbereich. Dieses System soll verbessert werden. (kru)

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