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Patrozinium in Ried

27.02.2019

Friedenskreuz in Ried wird wieder aufgestellt

Weihe des Friedenskreuzes durch Pfarrer Lungo. Ortsarchivar Bode rette das wertvolle Zeugnis der Rieder Ortsgeschichte. Es wurde im Zweiten Weltkrieg versteckt und teilweise unsachgemäß gelagert.
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Weihe des Friedenskreuzes durch Pfarrer Lungo. Ortsarchivar Bode rette das wertvolle Zeugnis der Rieder Ortsgeschichte. Es wurde im Zweiten Weltkrieg versteckt und teilweise unsachgemäß gelagert.
Bild: Günther Keller

Der Soldaten- und Veteranenverein setzt sich für die Restaurierung ein. Umsichtige Rieder hatten das Stück im Krieg vor dem Einschmelzen gerettet.

Aufwändig und langwierig war die Restaurierung des Friedenskreuzes in Kissing. Doch nun konnte es der Soldaten- und Veteranenverein Ried zum Patrozinium der Pfarrei Walburga aufstellen.

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Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Kreuz handgeschmiedet und in Hörmannsberg aufgestellt. Um es vor dem Einschmelzen zu Kriegszwecken zu retten, welches ab Februar 1940 begann, wurde das Kreuz in einem der umliegenden Höfe versteckt. Nach den Kriegsjahren wurde es auf einem Grab in Hörmannsberg wieder aufgestellt. Dies weckte in den Nachkriegsjahren Begehrlichkeiten, was wiederum den Abbau und Lagerung des Kreuzes in der Rieder Pfarrkirche auslöste. Dabei geriet das Kreuz in Vergessenheit und wurde durch unsachgemäße Handhabung, wie zum Beispiel als Unterlage zur Lagerung von Holz, beschädigt.

Rieds Archivar veranlasst die Restaurierung

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Durch den Ortsarchivar, Jürgen Bode, welcher diese Wertarbeit vorfand und dessen Geschichte recherchierte, fand das Kreuz zum Soldaten- und Veteranenverein. Dieser beschloss im Januar 2018 die Wiederherstellung der beschädigten Elemente. Zudem sollte die künstlerische Verzierung, soweit möglich durch Aufzeichnungen belegt, wieder angebracht werden. Der Verein beschloss im Sinne des Gedenkens, egal ob Weltkriege oder Bundeswehreinsätze, dieses Kreuz den verstorbenen Kameraden, zum Frieden mahnend, zu widmen.

Zur Einweihung konnte Oberstleutnant Sandlein, der Leiter des Instandsetzungszentrums 13 und Standortältester, als Schirmherr gewonnen werden. Dieser erinnerte in seinen Worten an die vielen gefallenen Soldaten, welche in jüngster Zeit in Einsätzen der Bundeswehr ihr Leben ließen. Zudem stellte seine Einheit als Ehrenwache zwei Soldaten, die Hauptfeldwebel Friedrich und Keller, zu diesem Anlass ab.

Bürgermeister Erwin Gerstlacher betonte die Wichtigkeit des Gedenkens an die Gefallenen. Zudem dankte er den Vereinen, insbesondere dem Soldatenverein Ried, für die geleistete Arbeit, die wesentlich zum Gelingen der Weihe beitrug. Robert Oswald, als Vorsitzender des Soldatenvereines, bedankte sich bei den vielen Spendern für die Restauration und den freiwilligen Helfern, welche einen großen Anteil am Erfolg dieses Projekts trugen.

Für den kirchlichen Rahmen sorgte Offizialatsrat Alexander Lungu, welcher nebst dem Patrozinium auch die Weihe und den Segen für das Kreuz spendete.

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