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Mering

13.08.2019

Frösche sorgen in Mering für Aufsehen

Damit nicht immer wieder Leute bei ihm klingeln und fragen, ob sie die Frösche fotografieren dürfen, hat Klaus Popfinger einem Frosch ein Schild in die Hand gedrückt: Fotografieren erlaubt.
Bild: Christine Hornischer

Die grünen Figuren neben der Augsburger Straße in der Marktgemeinde fallen auf. Der Gestalter Klaus Popfinger erklärt, was dahintersteckt.

Zurzeit sorgen ein paar grüne Figuren in Mering für Aufsehen. Fährt man nämlich von der B2 in die Augsburger Straße nach Mering ein, fällt einem das Haus neben der Shell-Tankstelle ins Auge. Denn dort starren Frösche über den Zaun, halten mit einem Fernglas Ausschau, spielen Dudelsack oder Gitarre oder lümmeln im Gras und halten ein Schild hoch: „Fotografieren erlaubt“.

Der Herr der Frösche, Klaus Popfinger, freut sich sehr, dass er mit seinem Freizeitvergnügen so vielen Leuten eine Freude bereitet. Der ehemalige Kfz-Meister stellt die quakenden Gesellen nämlich selbst her. Aus alten Ölfässern, die ja entsorgt werden müssen, erweckt er sie zum Leben. „Das nennt sich Upcycling“, verrät er. Upcycling bedeutet Wiederverwertung und Nachhaltigkeit.

Frösche in Mering aus alten Öltonnen

Statt alte Schätze auf den Sperrmüll zu bringen, schenkt der Herr der Frösche den alten Öltonnen ein zweites Leben als Lieblingsstück. Lieblingsstücke sind sie ganz bestimmt, wie sie da aus allen Ritzen des Gartens neugierig herausschauen oder als Tanzpaar ihre Runden drehen. „Momentan ist ein Großteil meiner grünen Herrschaften auf Wanderschaft“, erzählt Popfinger. Während der Schulferien sind die Frösche nämlich in der Meringer Luitpoldschule zu bewundern. Kindern fallen die freundlichen, grünen Gesellen natürlich sofort ins Auge. „Es ist lustig, wenn Kinder beim Kindergartenausflug vorbeikommen und ganz fachmännisch in Richtung der Frösche sagen: „Den kenn i scho“ oder „Der is aber neu“.

Manche Frösche haben sogar selbstgestrickte Hosen an

Ehefrau Hannelore strickt den Fröschen sogar Hosen. Ihren Anfang nahm die Froschfamilie 2017, als gegenüber dem Popfinger-Haus in der Augsburger Straße 57 Reihenhäuser gebaut wurden. Klaus Popfinger, als Nachbar nicht unbedingt glücklich, fertigte seine ersten Frösche an, die genau beobachteten, was auf der Baustelle passiert. Hinzu kam einer mit Fernglas. „Langsam fing mir die Sache an, Spaß zu machen, und so kamen immer mehr dazu“, erklärt Popfinger. Vor Kurzem war er beim Markt der Nachhaltigkeit in Mering, wo seine Frösche auch für Aufsehen sorgten. Einem Frosch gab er ein Schild in die Hand „Schützt die Paarfrösche“. Darauf angesprochen, grinst er verschmitzt: „Warum? Erst waren die Bienen am Zug, jetzt halt die Frösche.“

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