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Gewerbepark in Mering

08.02.2018

Gegner starten Online-Petition gegen Honold

Der große Logistiker Honold ist nicht das richtige für Mering - finden die Gegner.
Bild: Honold Logistik Gruppe

Protest gegen die Niederlassung des großen Logistikers im geplanten Gewerbepark Mering West.

Der Widerstand gegen den geplanten Gewerbepark Mering West formiert sich weiter. Nun hat das Aktionsbündnis Keine Osttangente (A-ko) mit Unterstützung des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen in Mering eine Online-Petition gegen die Ansiedlung des Logistikunternehmens Honold gestartet. „Wir sind der Meinung, dass die Firma Honold mit dem geplanten Logistik- und Produktionsstandort für Kuka nicht nach Mering passt und fordern den Marktgemeinderat sowie die Firmen Honold und Kuka auf, das Vorhaben einzustellen“, heißt es auf der Internetseite Openpetition. Am Donnerstag haben dort bereits rund 150 Nutzer die Petition unterschrieben. Das Quorum liegt bei 370. Laut den Betreibern der Seite gibt es an, wie viele Unterschriften nötig sind, damit Openpetition von den zuständigen gewählten Vertretern eine Stellungnahme zur Petition einholt.

Wie berichtet, ist der Markt Mering gerade dabei, den Bebauungsplan für das rund neun Hektar große Areal südwestlich des Bahnhaltepunkts St. Afra auszuweisen. Hauptnutzer soll die Firma Honold sein, die eine dreigeteilte Halle mit einer Gesamtlänge von 260 Metern bauen will. Diese soll als Lager für die Firma Kuka dienen, in dem auch bereits einige Vormontagetätigkeiten stattfinden. Laut dem Roboter-Hersteller ist jedoch noch keine endgültige Entscheidung für den Standort Mering gefallen. Es gebe neben Honold noch andere Mitbewerber für den Auftrag.

Das Aktionsbündnis appelliert jedenfalls an die Unternehmen Honold und Kuka, das Vorhaben aufzugeben. Für das Aktionsbündnis bestätigen die Pläne rund um den Gewerbepark ihre Befürchtungen bezüglich der geplanten Osttangente. Sie haben von Anfang an vorausgesagt, dass links und rechts von dieser Straße neue Industrie- und Gewerbegebiete entstehen werden. Sie befürchten damit eine weitere Industrialisierung des Lechfeldes und weiteren Verlust von Natur- und Naherholungsflächen.

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„Das Gesicht unserer Heimat am Lech wird sich durch diese verhängnisvolle Entwicklung innerhalb weniger Jahre weiter zum Nachteil verändern. Diese Entwicklung können nur wir Bürgerinnen und Bürger stoppen, da unsere Politiker sich weitgehend uneinsichtig zeigen und sich vor den Karren von Industrie und Großhandel spannen lassen, die aus unserer Region am liebsten einen gigantischen Logistik- und Produktionsstandort mit Autobahnanschluss machen möchten“, erklärt der Sprecher des Aktionsbündnisses, Wolfhard von Thienen.

Die Seite im Internet:  www.openpetition.de/!MeringOhneHonold

Einige Kommentare der Unterzeichner:

„Schutz der Natur!“ (Carola Einberger, Friedberg)

„Unnötiger Landverbrauch zum Wohle einiger weniger. Schaffung von Tatsachen, dass die Osttangende unumgänglich wird. Verlierer: Natur, Bürger der umliegenden kleinen Dörfer, die haben die Last zu tragen, Landwirtschaft.“ (Alfons Sedlmair, Schmiechen)

„Die Ansiedlung des Logistikers im Lechfeld bei Mering ist ein weiterer Tabubruch in Sachen Landschaftsverbrauch. Die Probleme mit fehlenden Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätzen in Mering wird diese Ansiedlung nicht lösen. Dafür aber die Verkehrsprobleme verschärfen, den Freizeitwert mindern und dem Natur- und Artenschutz bleibenden Schaden zufügen.“ (Werner Bader, Mering)

„Ich wünsche mir, dass die Artenvielfalt auf dem Lechfeld erhalten bleibt.“ (Helmut Hirschberger, Althegnenberg)

„Ich habe das Jagdrecht in diesem Abschnitt und bin schwer davon betroffen, dass finanzieller Profit und Einnahmen von Gewerbesteuern wichtiger sind, als die ohnehin schon stark eingeschränkte Natur, die ich ständig pflege und hege! Es ist ein Unding die Lech-Au mit diesem Gewerbekomplex zu zerstören, in dem dann ständig, wahrscheinlich im Minutentakt Lkw fahren werden!“ (Andreas Blatt, Mering)

„Ich möchte eine weitere Zerstörung unserer Kultur- und Naturlandschaft verhindern. Mit derartigen Großprojekten nehmen wir unseren Nachkommen die Möglichkeit, selber über die Gestaltung ihres Lebensraums zu entscheiden.“ (Peter Roth, Bobingen)

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