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24.06.2017

Geld ausgeben, um zu sparen

Allein mit der neuen Heizungsanlage für die Grundschule Ottmaring kann die Stadt ihren CO2-Ausstoß um 200 Tonnen im Jahr senken.
Bild: Goßner

Mit der Einrichtung eines Kommunalen Energiemanagements will Friedberg den CO

Die Stadt Friedberg richtet ein Kommunales Energiemanagement für ihre eigenen Gebäude ein. Dazu wird eine neue unbefristete Vollzeitstelle in der Verwaltung geschaffen, die sich über Energieeinsparung und einen staatlichen Zuschuss weitgehend selbst finanzieren soll. Im Planungs- und Umweltausschuss des Stadtrats gab es dazu einen einstimmigen Beschluss.

Das Kommunale Energiemanagement ist Teil eines Maßnahmenkatalogs, den das Bifa Umweltinstitut der Stadt Friedberg empfiehlt. Anders als etwa die Regionale Energieagentur ist diese Einrichtung nicht für die Beratung von Hausbesitzern zuständig, sondern kümmert sich allein um die städtischen Immobilien. Auch Einsparmöglichkeiten im Bereich der Straßenbeleuchtung oder des Fuhrparks gehören nicht zum Aufgabengebiet.

Doch Arbeit gibt es nach Einschätzung der Stadträte genug. Die Stadt besitzt – ohne die überwiegend bereits energetisch sanierten Wohngebäude – 73 Häuser, darunter Schulen, Kindergärten, Stadthalle, Vereins- und Feuerwehrhäuser. Durch die Optimierung des Energieverbrauchs könnten laut Bifa rund 160 Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden. Das entspricht einer Kostenminderung von etwa 50000 Euro.

Zu den Aufgaben des Kommunalen Energiemanagements gehören unter anderem die Analyse des Gebäudebestands, die Verbrauchskontrolle und gegebenenfalls die Nachrüstung von Kontrollgeräten, die Überprüfung der Energielieferverträge, die Optimierung der Gebäudenutzung und die Erarbeitung eines Investitionsplans. Langfristiges Ziel ist die Installation einer Gebäudeleittechnik in den Liegenschaften der Stadt.

Dafür ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung mindestens eine Vollzeitstelle nötig – eigentlich sogar zwei. Für die Personalkosten stehen maximal drei Jahre lang staatliche Zuschüsse in Aussicht. „Ich hoffe, dass wir auf null rauskommen“, sagte Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) bei der Vorstellung des Konzepts. Allein durch die aktuelle Erneuerung der Heizanlage in der Grundschule Ottmaring können laut Bifa Umweltinstitut voraussichtlich rund 17000 Euro Energiekosten pro Jahr eingespart werden, was andererseits aber mit hohen Investitionen verbunden ist. Dazu sollen zahlreiche kleinere Maßnahmen kommen, um alle Potenziale auszuschöpfen.

Andere Kommunen im Augsburger Umland wie Neusäß oder Gersthofen haben ein solches Energiemanagement bereits eingerichtet – teilweise bei erheblich geringerem Gebäudebestand als Friedberg, wie Eichmann betonte.

Zustimmung zu der neuen Stelle, die 2018 eingerichtet werden soll, gab es quer durch alle Fraktionen. Als erforderlich bezeichnete Claudia Eser-Schuberth (Grüne) diesen Schritt. Hubert Nießner (ÖDP) erinnerte daran, dass die Stadt selbst zwar nur für zwei Prozent des CO2-Ausstoßes in Friedberg verantwortlich sei, aber einen Vorbildcharakter habe. Sinnvoll und notwendig ist das Kommunale Energiemanagement auch aus Sicht von Roland Fuchs (SPD). Thomas Kleist (CSU) sprach von einem sehr wichtigen Feld und schlug vor, dass jährlich über die Resultate Bericht erstattet werden soll. "Diese Woche

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