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Schmiechen

14.07.2010

Gemeinderäte sprechen sich für Jugendtreff aus

Anwohnern ein Dorn im Auge: Der Jugendtreff in der Unterberger Ringstraße. Foto: Brigitte Glas
Bild: Brigitte Glas

Für Diskussionen sorgte der Jugendtreff in Unterbergen in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Doch die Räte sprachen sich für die Einrichtung aus.Von Brigitte Glas

Schmiechen Für Diskussionen sorgte der Jugendtreff in Unterbergen in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Doch die Räte sprachen sich für die Einrichtung aus. Zur Vorgeschichte: Der Jugendtreff befindet sich seit den 70er-Jahren in einem ehemaligen Waschhaus in der Ringstraße 42a, das seit zwei Jahren im Besitz der Gemeinde ist. Nach wiederholten Beschwerden eines Anwohners stellte das Landratsamt auf einer Baukontrolle fest, dass eine Genehmigung für eine Nutzung als Jugendtreff nie erteilt worden und auch nicht möglich sei.

Damit wollten sich die Räte nicht abfinden. Dass ein Antrag auf Nutzungsänderung unmöglich sei, wollte Bürgermeister Ludwig Hainzinger nicht glauben: "Jeder Privatmann, der einen Schwarzbau hinstellt, wird aufgefordert, einen Bauantrag nachzureichen. Warum sollte für eine Gemeinde anderes Recht gelten?" Ein Runder Tisch mit Gemeinderat, Jugendvertretern, Polizei und Anwohnern soll einberufen werden. Als Alternative schlug Martin Sumperl vor, einen Wohncontainer an anderer Stelle aufzustellen. Die Mehrheit der Räte wollte allerdings den Jugendtreff an der Ringstraße beibehalten. Die Jugend gehöre zum Dorf. Als sie sich außerorts in Bauwagen getroffen habe, sei das auch nicht recht gewesen. Sehr deutlich drückte sich Guido Repplinger aus: "Da kommen Leute von irgendwoher und regen sich dann über die Gegebenheiten im Dorf auf."

Schließlich stellte die Gemeinde einen Antrag auf Nutzungsänderung. Verbesserungen wie zum Beispiel die Verlegung des Freisitzes auf die Gebäuderückseite und ein Einbau von Schallschutzfenstern werden angeboten.

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Waldkindergarten Ein ähnlicher Tenor herrschte über den Antrag einer Familie, ihr Kind in den Waldkindergarten nach Haunstetten zu schicken. Die Gemeinde müsste dafür über 4000 Euro an Kosten übernehmen. Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt, mit der Begründung, dass Schmiechen selbst einen Kindergarten mit freien Plätzen vorhalte. Angenommen wurden dagegen zwei Anträge auf Anerkennung von Krippenplätzen in Steindorf. Schmiechen bietet die geforderten Öffnungszeiten nicht an.

Photovoltaikanlage Ob eine Photovoltaikanlage auf der Schmiechachhalle errichtet werden soll, darüber diskutierten wieder einmal die Gemeinderäte. Josef Wecker meinte, Energieerzeugung sei nicht Aufgabe einer Kommune und schlug vor, eine Bürgersolaranlage, wie sie seit Jahren in Merching in Betrieb ist, anzustreben. Dafür spräche auch, dass die Gemeinde im laufenden Haushalt keine Mittel dafür vorgesehen habe. Die Gemeinde als Betreiber hätte Josef Kölz lieber gesehen. Ihm schwebte eine Stromtankstelle für die künftigen Elektromobile vor. Mit drei Gegenstimmen wurde beschlossen, dass im nächsten Bürgermeisterbrief die Anlage vorgestellt und das Interesse möglicher Investoren ermittelt wird.

Begegnungsland Ein Beitritt zum Verein "Begegnungsland Lech-Wertach" wurde einstimmig abgelehnt. Die Ziele des Vereins seien ähnlich derer, die der Regionalentwicklungsverein "Wittelsbacher Land" verfolge, bei dem Schmiechen bereits Mitglied sei.

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