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Merching

30.08.2019

Giftige Blaualgen im Mandichosee: Behörden beraten über Maßnahmen

Das Gesundheitsamt hat für den Mandichosee in Merching ein Badeverbot verhängt.
Bild: Philipp Schröders

Plus Der Mandichosee in Merching bleibt vorerst gesperrt. Die Behörden warten noch auf weitere Ergebnisse. Wann über das weitere Vorgehen entschieden werden soll.

Am Ufer des Mandichosees in Merching flattern weiter die rot-weiß gestreiften Absperrbänder. Die Lechstaustufe 23 bleibt auch dieses Wochenende gesperrt. Baden, Wassersport und Angeln sind bis auf Weiteres verboten. Zudem hat das Landratsamt das Betreten des Anschwemmbereichs am Ufer untersagt.

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Drei Hunde sind an der Lechstaustufe 23 gestorben. Ursache ist das Gift der Blaualge Tychonema, die die Behörden vor Herausforderungen stellt. Teresa Wörle, Sprecherin am Landratsamt Aichach-Friedberg, erklärt, dass die Ermittlungen über die Ausdehnung und Verteilung der Blaualgen weiterlaufen. Zurzeit werden Proben, die Taucher auf einer Tiefe von zwei bis drei Metern entnommen haben, in einem Berliner Speziallabor untersucht. In München hatten Experten aber bereits festgestellt, dass auch sie die giftige Blaualgenart enthalten.

Behörden wollen sich wegen Mandichosee zusammensetzen

Laut Wörle wird am Landratsamt erwartet, dass Anfang kommender Woche alle nötigen Erkenntnisse vorliegen. Dann wollen sich Vertreter des Sicherheits-, Gesundheits-, und Veterinäramts zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen. Dabei wird entschieden, ob der Mandichosee gesperrt bleibt. Auch über andere Maßnahmen im Hinblick auf die Blaualgen wird beraten. Mitte August herrschte Alarmstimmung an der Lechstaustufe 23. An einem Mittwochvormittag war ein weiterer Hunde am Ufer des Sees gestorben. Der Parson-Terrier-Welpe war erst 13 Wochen alt. Die Besitzerin habe das Tier vom Parkplatz über die Treppe zum Uferbereich getragen und dort an der kurzen Leine gehalten, berichtete damals ihr Lebensgefährte. Im einen Moment sei der Welpe noch quietschfidel gewesen, dann habe er Zuckungen bekommen und sei gestorben. Zu diesem Zeitpunkt war er der dritte tote Hund innerhalb von zwei Wochen.

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Tote Hunde in Merching: Andere Badeseeen werden untersucht

Die Wasserqualität sei in Ordnung, hieß es von den Behörden nach den ersten Todesfällen. Zeitweise wurde gerätselt, ob ein Unbekannter Giftköder am Mandichosee auslegt. Dann entdeckten die Behörden aber nach und nach Tychonema an Wasserpflanzen, an angeschwemmtem Treibholz und in Form von sogenannten Patches – rötlichen Bakterienansammlungen – im Flachwasser und am Ufer. Per Allgemeinverfügung wurde ein Aufenthaltsverbot am Mandichosee erlassen. Parallel dazu wurden alle sechs EU-Badegewässer im Landkreis während der Badesaison im Vier-Wochen-Turnus auf Blaualgen getestet. Dazu gehören neben der Lechstaustufe 23 der Radersdorfer Baggersee in Kühbach, der Mandlachsee in Pöttmes, der Badesee Lechfeld in Aindling, der Friedberger See und der Weitmannsee in Kissing.

Am Mandichosee in Merching herrscht zurzeit Badeverbot. Das entschieden die beteiligten Behörden, nachdem drei Hunde dort auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen waren. Was Seebesucher dazu sagen.

Video: Philipp Schröders

Laut dem Landratsamt waren bisher alle Ergebnisse stets im Normbereich und durchgehend „bakteriologisch einwandfrei“. Am Weitmannsee wie am Auensee seien zudem zusätzliche Proben von Wasserpflanzen und Treibholz genommen worden. Auch hier waren die Ergebnisse nach Angaben des Landratsamts im Normbereich. (mit gth)

Lesen Sie auch diesen Artikel (Plus+): Giftige Blaualge im Mandichosee lockt Hunde mit ihrem Duft

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Die Diskussion ist geschlossen.

01.09.2019

Vielleicht sollte man die " Verkrautung" des See regelmäßig mit entsprechendem Spezialgerät bekämpfen! Das wurde in den letzten Jahren aus Kostengründen nicht gemacht. Teilweise war es so schlimm, das Boote regelrecht in diesem Unterwasserdschungel, der bis an die Oberfläche geht, stecken geblieben sind! Die Kosten sollten vom Bereiber der Staustufe und der Landesregierung getragen werden, es ist schließlich ein Naherholungsgebiet für viele Menschen aus der Umgebung.

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