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Kissing

30.07.2020

Grundschule und Kita: Kissing schafft mehr Raum für Kinder

Diese Visualisierung zeigt, wie der dreistöckige Anbau (rechts im Bild) an die Grundschule in Kissing in Zukunft aussehen soll.
Bild: Arnold Consult AG (Visualisierung)

Plus Der Kissinger Gemeinderat ebnet den Weg für die provisorische Erweiterung der Grundschule. Zudem wird der Bau des neuen Kindergartens vorangetrieben.

Die Gemeinde Kissing muss sowohl in der Grundschule als auch im Kita-Bereich mehr Plätze anbieten. Bei der vergangenen Gemeinderatsitzung in der Paartalhalle sind dazu wegweisende Entscheidungen gefallen.

Die Räte ebneten den Weg für den Bau der neuen Kindertagesstätte südlich des Parkplatzes der Paartalhalle und für die Erweiterung der Grundschule im Modulbau. Das Architekturbüro Arnold war bereits mit der Planung der ersten vier Leistungsphasen beauftragt worden. Dieser Auftrag erfolgte nun für die Phasen fünf bis acht. Auf Anregung von Katharina Eigenmann von den Grünen erfolgt diese aber erst nach Vorlage der Kosten.

Auf dem Grundstück an der Bahnhofstraße südlich des Parktplatzes der Paartalhalle soll der neue Kindergarten in Kissing gebaut werden.
Bild: Philipp Schröders

Zurzeit kann der Betrieb der Schule aufgrund der hohen Schülerzahlen nur noch mit Improvisationstalent aufrechterhalten werden. Wie berichtet ist im Bauausschuss bereits beschlossen worden, dass die bestehende Grundschule einen Anbau bekommen soll. Durch diese Interimslösung in Modulbauweise soll den Schülern mehr Raum geboten werden.

Die Räte hatten die Architektin Margrit Piendl vom Büro Arnold Consult beauftragt, die Ausführung zu verfolgen, in der das Treppenhaus innerhalb des Anbaus untergebracht wird. Der Erweiterungsneubau soll auf dem Parkplatz im Norden der Schule neben der Bahnhofstraße entstehen. Piendl stellte nun die aktualisierte Planung vor. Diese soll dann auch als Eingabeplanung an das Landratsamt eingereicht werden.

Grundschule in Kissing bekommt Anbau: Wie es mit dem Brandschutz aussieht

Eigenmann von den Grünen wollte wissen, wo in dem Anbau ein Platz für die Garderobe vorgesehen sei. Piendl antwortete, dass sich die Schüler im jetzigen Bau umziehen, der Erweiterungsbau sei nur für Schulräume gedacht. Weiter wollte Eigenmann wissen, wie es mit dem Brandschutz aussehe, da dieser ja nur für den Altbau berechnet worden sei. Andreas Vötter von der Bauverwaltung sagte, dass der Brandschutz nicht außer Acht gelassen werde.

Auf die Frage nach den bisherigen Kosten für den Anbau antwortete Piendl, dass diese noch nicht berechnet seien, da sich das Team bis dato auf die Aktualisierung des Eingabeplanes konzentriert hätte. Wenn alles gut laufe, könne die Erweiterung der Grundschule Ostern nächsten Jahres in Betrieb genommen werden, so Piendl.

 

Einstimmig beschlossen die Räte auch, den Auftrag bezüglich der neuen Kindertagesstätte weiterhin an das Büro 678 aus Augsburg zu vergeben. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, im Juni wurden bereits die ersten Leistungsphasen vergeben. Architekt Sevket Dalyanoglu stellte den aktuellen Grundriss der geplanten Kindertagesstätte vor. Ein Grundstück hat die Gemeinde wie berichtet südlich des Parkplatzes der Paartalhalle, angrenzend an die Bahnhofstraße, gefunden. Da das Vorhaben schnellstmöglich umgesetzt werden muss – der Gemeinde fehlen zum derzeitigen Stand für die Kinderbetreuung ab September insgesamt 91 Plätze – hatte Ingenieur Dalyanoglu mit seinem Team in kurzer Zeit einen Entwurf entwickelt, der mithilfe von Modulen umgesetzt werden soll.

Neue Kita in Kissing geht voraussichtlich Ostern in Betrieb

Trotzdem sieht der Zeitplan aber vor, dass die neue Kita voraussichtlich erst Ostern nächsten Jahres in Betrieb genommen werden kann. Bürgermeister Reinhard Gürtner zeigte sich gegenüber dem Architekten sehr dankbar dafür, wie dieser und sein Team in sehr schneller Zeit den Entwurf vorgelegt und dann aktualisiert hätten. Der aktuelle Plan sieht je zwei Sandkästen für Kita und Krippe sowie einen Bolzplatz und einen Rodelberg vor. Das Gebäude soll mit einem Flachdach und teilweise mit einem flach geneigten Satteldach sowie Fernwärme versehen werden.

 

Eigenmann von den Grünen wollte wissen, ob denn nach der Fertigstellung des Gebäudes noch eine Aufstockung möglich sei. Dalyanoglu antwortete ihr, dass dies zwar schwierig, aber grundsätzlich möglich sei. Das Problem liege beim Sekundärdach, das zurückgebaut werden müsste. Auch sei alles „sehr grün“ beantwortete er die nächste Frage der Gemeinderätin. Der Rodelberg bestünde aus einer kompletten Wiese, und ein „Pfad der Sinne“ verbinde die Kita mit der Krippe.

Silvia Rinderhagen von der SPD gefiel nicht, dass für das Personal Parkplätze bei der Paartalhalle vorgesehen seien. Vötter von der Bauverwaltung meinte zwar, eine zeitliche Doppelbelegung sei möglich, aber Rinderhagen gefiel „die Parkplatzsache“ überhaupt nicht. „Falls es wirklich nicht geht, können wir ja immer noch erweitern“, sagte Vötter. Auch auf dem Festplatz stehen Plätze für die Paartalhalle zur Verfügung. Michael Eder, Sprecher der CSU, begrüßte die neue Planung. Er fand es auch sehr gut, dass bereits alles mit dem Träger abgesprochen sei.

Petra Pfeifer von der SPD wollte wissen, ob denn die Anlieger schriftlich benachrichtigt worden seien. „Mir hat eine Bürgerin erzählt, sie sei aus der Zeitung darauf aufmerksam geworden“, sagte sie. Vötter meinte, dass nur die direkt Betroffenen angeschrieben worden wären. Die Planung der Heizung, Lüftung und Sanitär wurde zum vorläufigen Preis von rund 47850 Euro an das Büro Plantec vergeben.

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