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Mobilfunk

19.07.2014

Gutachten statt Genehmigung

Stadtrat will Auswirkungen untersuchen lassen

Juristisch gibt es wohl keine Chance, den Mobilfunkmast beim Wasserturm bei Haberskirch zu verhindern. Der Planungsausschuss des Stadtrats hat in seiner jüngsten Sitzung trotzdem keine Genehmigung erteilt. Zum einen fehlt noch die abschließende Bewertung der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. Zum anderen handelt es sich um ein baurechtlich privilegiertes Vorhaben.

Zwar hat die Untere Naturschutzbehörde in einer ersten Stellungnahme auf den Eingriff in Naturhaushalt und Landschaftsbild hingewiesen, die durch den 45 Meter hohen Antennenträger entsteht. Allerdings ist zu erwarten, dass dieser Eingriff ausgeglichen werden kann, sei es durch konkrete Ersatzmaßnahmen, sei es durch Geld.

Der Ausschuss war sich darum einig, dass die Anlage nicht zu verhindern sein wird, zumal auch der Alternativvorschlag, die Antennen auf oder direkt am Wasserturm zu montieren, keine Erfolgsaussichten hat. Zum einen reicht die Statik des Turms laut Stadtwerke-Chef Holger Grünaug für weitere Aufbauen nicht. Zum anderen werden die Flächen für künftige Erweiterungen in der Wasserversorgung benötigt.

Der Ausschuss beschloss auf Antrag der Grünen, ein Gutachten über die Strahlenbelastung in Auftrag zu geben. Die Parteifreien Bürger schlugen vor, die Stadtortplanung für Mobilfunkanlagen fortzuschreiben. Durch eine Festlegung, an welchen Stellen Antennen vorstellbar sind, hat die Stadt in den vergangenen Jahren die Diskussion beruhigen können. (gth)

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